Logo

Hieratischer Papyrus mit einem Tempeltagebuch

Ident. Nr.: P 10012/A

ObjID: obj:833688

Details (expert)

Involved
Heinrich Schäfer (29.10.1868 - 6.4.1957),
Käufer*in
Carl August Reinhardt (4.2.1856 - 25.11.1903),
Käufer*in
Dating
Genauer: 16. Tag im 4. Frühjahr von Sesostris III.
Additional titles
Collection title: Hieratischer Papyrus mit einem Tempeltagebuch
Translation: HIeratic papyrus with a temple diary
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 32,8 x 22 x 0,01 cm

Object Description

Dieser fragmentarisch erhaltene Papyrus stammt aus dem Tempelarchiv von Illahun und enthält Teile des in hieratischer Schrift abgefassten Tempeltagebuches.

Auf dem Recto ist erhalten ist ein Auszug einer Zeitspanne innerhalb eines Monats bis zum 25. Tag aus dem 7. Regierungsjahr Sesostris‘ III. Neben einer Namensliste der in dieser Zeit diensthabenden Priester findet sich auch die Abschrift eines Briefes vom 25. Tag des dritten Frühjahrsmonats mit der Feststellung, der Frühaufgang des Sothis-Sterns sei für den 16. Tag des vierten Frühjahrsmonats zu erwarten. Vom 17. Tag des vierten Frühjahrsmonats ist ein Vermerk über die Festivitäten zum Aufgang des Sterns eingefügt.

Auf dem Verso ist sind Auszüge des Tempeltagebuches vom 13. Jahr Sesostris‘ III. erhalten. Hier finden sich Angaben über das täglich diensthabende Tempelpersonal.

Die Angaben über den Frühaufgang von Sothis ist für die absolute Chronologie des Mittleren Reiches von besonderer Relevanz.

J. Moje

Last updated: 04.09.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Additional items from the collections

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).