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Macht und Reichtum huldigen Jakob Fugger

Ident. Nr.: M 98 b

ObjID: obj:862319

Eigentum des Kaiser Friedrich Museumsvereins

Details (expert)

Creator/Entity
Sebastian Loscher (unbekannt),
Bildhauer*in
Date(s)
Datierung: 1525
Material / Technique
Buchsbaumholz
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 8,9 x 5,4 x 0,8 cm (Relief)
Höhe x Breite x Tiefe: 11,7 x 8,4 x 1,1 cm (Rahmenmaß)
Gewicht: 40 g

Object Description

Das Holzrelief ist von miniaturhafter Dimension. Virtuos die Ausführung der reichen, in perspektivischer Verkürzung gestalteten Palastarchitektur, die in den Formen der italienischen Renaissance gestaltet ist. Sie bildet die bühnenhafte Kulisse für vier Personen. Von links herantretend, erweisen eine weibliche Gestalt mit dem Füllhorn des Reichtums und ein Soldat in antikischer Rüstung und Standarte als Sinnbild der Macht einem am rechten Bildrand thronenden Mann, der von einem Wächter hinterfangen wird, ihre Ehrerbietung. Der Thronende ist niemand anderes als Jakob Fugger, um 1520 der reichste und mächtigste Bürger Augsburgs, Haupt der Fuggerschen Handelsgesellschaft, der 1519 die Wahl Karl V. zum Kaiser des römischen Reiches mitfinanzierte. Auf der Stufe ist die Inschrift VIS QUIS – »welche Macht« – zu lesen.

Last updated: 13.08.2026

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Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Würfelkapitell mit Palmetten- und Blattornament

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Das Kapitell ist aus der Grundform des Würfels entwickelt und an allen vier Seiten ausgearbeitet. An den vier Schildflächen erscheinen leicht alternierende vegetabile Ornamente im flachen Relief. Es stammt aus dem Benediktinerkloster auf dem Huy, ein in fränkischer Zeit militärisch genutzter Höhenrücken im nördlichen Harzvorland. Von Beginn an stand das Kloster unter dem Schutz der Halberstädter Bischöfe, Burchard I. hatte neben der Marienkapelle auch eine Pfalz errichtet. Die Klosterchronik des 12. Jahrhunderts erwähnt die Fertigstellung des „monasteriums“ noch in der Regierungszeit Abt Alfrieds. Der Kreuzgang, der noch stehende, zweigeschossig gewölbte Bau an der Westseite des Südflügels und möglicherweise auch Gebäude östlich der Kirche können erst nach 1150 fertiggestellt worden sein. Dieser späteren Phase gehört wohl auch das Kapitell an. Im südlichen Abschnitt des Ostflügels hat es noch einen Zweistützenraum mit den bekannten Basen gegeben, in dem dieses Kapitell aufgestellt gewesen sein könnte. Die Bildhauer, die im dritten Viertel des 12. Jahrhunderts zum Ausbau der Huysburger Klausurgebäude herangezogen wurden, haben unter Verwendung des in Sachsen seit dem 11. Jahrhundert üblichen Würfelkapitells, aber auch der korinthischen Ordnung, vor allem durch die ausgeprägte Dreidimensionalität der Formen neue Maßstäbe in der Region gesetzt. Das ornamentale Kapitell ist eng mit der Bauskulptur des nördlichen Harzvorlandes verbunden und man kann davon ausgehen, dass die meisten der auf der Huysburg tätigen Bildhauer in sächsischen Werkstätten ausgebildet wurden und wohl auch an verschiedenen Baustellen der Region tätig waren.(Auszug aus: Tobias Kunz, Bildwerke nördlich der Alpen. 1050 bis 1380. Kritischer Bestandskatalog der Berliner Skulpturensammlung, Petersberg, Michael Imhof Verlag 2014)