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Zwei Schachspieler

Ident. Nr.: 169

ObjID: obj:862356

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Paris Bordone (1500 - 1571),
Maler*in
Date(s)
Ausführung: um 1540
Systematics/Type
Additional titles
Collection title: Zwei Schachspieler
Translation: Two Chess Players
Geographical references
Herstellungsort: Italien,
Land
Material / Technique
Leinwand
Dimensions
Bildmaß: 116 x 184,5 cm
Acquisition
1829/30 Überweisung aus den Königlich Preußischen Schlössern

Object Description

Vor der Kulisse der Terrasse- und Gartenanlage einer Renaissancevilla spielen zwei venezianische Edelleute Schach. Der Spieler rechts ist dabei, mit seinem Zug den Gegner schachmatt zu setzen; beide blicken den Betrachter an. Bei diesem Doppelporträt repräsentativen Charakters kommt dem Schachspiel die Rolle eines Attributs zu. Es ist Zeichen für geistige Bildung und vornehme Lebensart. Die Extravaganz des gehobenen Lebensstils wird deutlich durch das aus Afrika als Haustier importierte Perlhuhn vorn auf der Terrasse. Weitere Zeitvertreibe der >>villeggiatura<<, des adligen Villenlebens der Zeit, werden geschildert: Kartenspiel, Picknick im Park und das angeregte Gespräch, in das zwei Herren vor der Säulenhalle vertieft sind. Der Jüngling mit dem Falken in ihrer Nähe mag ein Hinweis auf das Jagdvergnügen sein.| Prestel-Museumsführer - Gemäldegalerie Berlin, 2017

SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. unten auf der Brüstung: O. PARIS . B.
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Two Venetian noblemen are playing chess against the backdrop of the terraces and gardens of a Renaissance villa. The player on the right is in the act of checkmating his opponent; both are looking at the viewer. The game of chess takes on something of the role of an attribute in this double portrait of a prestigious nature. It is a sign of intellectual education and a refined way of living. The extravagance of this refined lifestyle is made clear by the guinea-fowl at the front of the terrace, which has been imported from Africa as a pet. Other pastimes of contemporary “villeggiatura”, the noble villa existence of the age, are shown: card games, a
picnic in the park and the lively conversation in which two gentlemen are immersed outside the colonnade. The youth with a falcon behind them may be a reference to the pleasures of hunting.| Prestel Museum Guides - Gemäldegalerie Berlin, 2017

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Gemäldegalerie

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Ansicht von Nijmegen

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Rechts über dem Ufer der Waal erhebt sich die Stadt Nijmegen mit dem charakteristischen viereckigen Turm des Valkenhofs. Stadtansichten nehmen im OEuvre van Goyens einen breiten Raum ein, wobei der viel gereiste Künstler sich motivisch auf seine Skizzenbücher stützen konnte. Trotzdem erheben seine äußerst naturgetreu anmutenden Schilderungen keinen Anspruch auf topografische Exaktheit. Der Raum wird perspektivisch durch den diagonal in die Bildtiefe verlaufenden Fluss erschlossen, ein für Goyen typisches Konstruktionsprinzip. Zusammengehalten wird die Komposition durch die atmosphärische, auf Gelb-, Braun- und Grüntönen basierende Farbigkeit. Ebenso wird der Schilderung des Himmels große Aufmerksamkeit geschenkt.| Prestel-Museumsführer - Gemäldegalerie Berlin, 2017SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. an der Fähre: vGOYEN 1649________________________________________________________________________________________________________________________________________The town of Nijmegen with the landmark square tower of the Valkenhof rises above the right bank of the Waal. Town views are a major theme in van Goyen’s work; he travelled a great deal, and was able to rely on his sketch-books for material. Nevertheless, though his pictures seem extremely lifelike, they make no claims to topographical precision. The space is opened up in terms of perspective by the river, which runs diagonally into the depths of the picture, a typical structural principle for van Goyen. The composition is held together by the atmospheric colouring, based on shades of yellow, brown and green. A great deal of attention is also paid to the presentation of the sky.| Prestel Museum Guides - Gemäldegalerie Berlin, 2019

Lustige Gesellschaft auf einer Terrasse

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Der aus Südtirol stammende, in den 1720er und 1730er Jahren an der Wiener Akademie ausgebildete und dort arbeitende Johann Georg Platzer orientierte sich an den Antwerpener Kleinmeistern des 17. Jahrhunderts sowie an der Pariser Malerei des 18. Jahrhunderts. Er schuf vorrangig Feinmalereien auf Kupfer, bei denen es sich häufig um beliebte Objekte für anspruchsvolle Kunstkammern handelte. Dazu muss auch das wohl in die Wiener Zeit zu datierende Berliner Gemälde gezählt werden. Es ist ein typisches Beispiel für Platzers in leuchtenden Farben mit feinem Pinsel auf dünner Grundierung ausgeführte Gesellschaftsstücke mit ihren dicht gefüllten Bildräumen.Eine heitere Gesellschaft bevölkert einen durch die Staffageearchitektur rechts und den Brunnen links begrenzten Garten. Links im Vordergrund reicht ein sitzender junger Kavalier&nbsp; das eben gefüllte Weinglas der neben ihm stehenden Dame, die einen auffälligen, aus einem Blumenkranz, einer Feder und einem transparenten Schleier bestehenden Kopfputz trägt. Ein Knabe bietet dem Paar Früchte in einer reich verzierten Schale dar. Insbesondere die aufgeschnittene Melone verdeutlicht die darin enthaltene Einladung zum sinnlich erotischen Genuss. Hinter der Stuhllehne erhebt ein weiterer Mann scheinbar mahnend den Zeigefinger. Beobachtet wird dieses Geschehen von zwei im zentralen Bogen der Gartenarchitektur stehenden Männern.Frisuren und Kostüme sind nicht zeitgenössisch, sondern scheinen sich an solche der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts anzulehnen. Mit seinem Berliner Bild verweist Platzer auf Genrebilder mit musizierenden, tanzenden und trinkenden Paaren im Freien vor allem der flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts (zum Beispiel Rubens' "Liebesgarten" im Prado, Madrid). Mit diesem in seinem Werk regelmäßig auftretenden inhaltlichen und formalen Rückbezug auf eine frühere Blütezeit der Malerei apelliert der Künstler an den Geschmack einer Sammlerschicht, die mit der Bildsprache dieser Vorbilder vertraut war.In Format und Bildaufbau offenbart das Berliner Bild enge Verwandtschaft zu den ebenfalls in die Wiener Zeit zu rechnenden Pendants "Allegorie des Gehörs" und "Allegorie des Geschmacks" (Graz, Alte Galerie am Landesmusem Joanneum). Zudem ähneln Kleid und Kopfputz der Frauenfigur jenen einer ebenfalls in Graz bewahrten "Tamburinschlägerin mit Flöte spielendem Kavalier". Krapf (2014) ordnet die angeführten Werke innerhalb Platzers Werk in die Gruppe der frühen Konversationsstücke ein.