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Die Beweinung Christi mit verehrenden männlichen und weiblichen Figuren (2 Teile)

Ident. Nr.: 1516

ObjID: obj:862974

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Prospero Fontana (1512 - 1597),
Maler*in
Date(s)
Ausführung: 1566 - 1570
Systematics/Type
Additional titles
Collection title: Die Beweinung Christi mit verehrenden männlichen und weiblichen Figuren (2 Teile)
Translation: Lamentation of Christ with worshipping male and female figures (Two Pieces)
Geographical references
Entstehungsort: Bologna,
Stadt
Material / Technique
Pappelholz
Dimensions
Bildmaß: 219 x 140 cm
Acquisition
1821 Ankauf mit der Sammlung des Kaufmanns Edward Solly, Berlin

Object Description

Das Altarbild von Prospero Fontana umrahmt eine durch Andrea De Marchi und Daniele Benati dem Michele di Matteo zugeschriebene Pietà im Oval des Bolognesischen 15. Jahrhunderts. Das Werk wurde ursprünglich (Ugolini 1993) für die Kirche Santa Maria Nuova zu Bologna geschaffen. Die Vereinfachung der Darstellung, mit zwei Ebenen von verehrenden Gestalten, Engel im oberen Bereich und unten getrennt in Nonnen links und männliche Heiligenfiguren rechts, erinnert einerseits an Raffaels Kompositionen, andererseits entspricht sie den Vorschriften der gegenreformatorischen Kirche. Akzente manieristischer Herkunft, wie der kniende alte Mann, der die Tiara des Bischops berührt beweisen die vielfältig bildende Kultur des Fontana. Eine ausgesprochene Neigung für Portraits, mit Erinnerungen an Parmigianino, summiert sich an den espressionistischen Leit-Motiven der emilianischen Malerei, zwischen Aspertini und Tibaldi.

SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. rechts unten auf einem Cartellino: Prosper Fontaneus facie[bat]

Last updated: 03.07.2026

Contact

Institution:

Gemäldegalerie

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Versonnen blickt der dunkelhaarige junge Mann nach rechts in die Ferne. Von seinem schwarzen Gewand hebt sich ein kostbarer, weißer Spitzenkragen ab, auf den sein langes Haar fällt. Maratti präsentiert den Dargestellten hier schlicht und unprätentiös, zugleich jedoch sehr würdevoll und elegant. Durch eine Inschrift auf der Rückseite sind uns heute Entstehungsjahr und -ort des Gemäldes bekannt, sowie das Alter des Dargestellten. Als er sich 1663 in Rom porträtieren ließ, war er 24 Jahre und drei Monate alt. Maratti gehörte zu den begehrtesten Malern in Rom und arbeitete für die höchsten gesellschaftlichen Kreise, u.a. auch für Papst Clemens IX., dessen von Maratti geschaffenes Bildnis heute zu den bedeutendsten Porträts des 17. Jahrhunderts zählt.| Britta BodeSIGNATUR / INSCHRIFT: Auf der Doublierleinwand Transkription (des 19. Jh.) einer alten Inschrift: AETATIS VAE XXIV / ET III MENS / IN ROMA 1663 / C.M.F.___________________________________________________________________________With a pensive gaze, a dark-haired young man looks to the right into the distance. His long hair falls on the sumptuous, white lace collar that stands out against his black garment. Maratti presents the portrayed modestly and unpretentiously, yet also elegantly and dignified. An inscription on the back tells us the year and place of creation, as well as the age of the portrayed. In 1663, when he was painted in Rome, he was 24 years and three-months-old. Maratti was one of the most sought after artists in Rome and worked for the social elite, including Pope Clemens IX, whose portrait is considered one of the most important paintings of the 17th century.| Britta Bode