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Junge Dame mit Perlenhalsband

Ident. Nr.: 912B

ObjID: obj:863178

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Jan Vermeer (1632 - 1675),
Maler*in
Date(s)
Ausführung: 1663/65
Systematics/Type
Additional titles
Collection title: Junge Dame mit Perlenhalsband
Translation: Young Lady with a Pearl Necklace
Geographical references
Herstellungsort: Delft,
Stadt
Material / Technique
Leinwand
Dimensions
Bildmaß: 56,1 x 47,4 cm
Acquisition
1874 Ankauf mit der Sammlung des Bankiers Barthold Suermondt, Aachen

Object Description

Eine junge Frau steht an einem Tisch und blickt aufmerksam in einen Spiegel, der ihr gegenüber an der Wand hängt. Sie ist eben dabei, sich eine Perlenkette, die sie an gelblichen Bändern gefasst hält, umzulegen. Durch ein bleiverglastes Fenster fällt kühles Licht ein. Auf dem Tisch befindet sich ein stillebenhaftes Arrangement von einer Deckelvase, Draperie, Puderquaste, Schmuckkassette und Kamm. Vermeer schuf hier durch die differenzierten tonalen Abstufungen ein meisterhaft fein nuanciertes Kolorit, dass durch Gegenüberstellungen wie dem Gelb des Vorhangs und der pelzbesetzten Jacke mit dem dunklen, blauschwarzen Vordergrund zusätzlich gesteigert wird. Indem er den Fluchtpunkt des Bildes etwas oberhalb der Tischplatte ansetzte erzielt er eine Monumentalisierung von Figur und Gegenständen. Durch den vom Bildrand vorne rechts überschnittenen Stuhl erreichte er eine Tiefenwirkung und steigerte zugleich den Eindruck der Intimität.
Auf den ersten Blick scheint Vermeer hier, wie etliche seiner Malerkollegen, das in den 50iger und 60iger Jahren sehr beliebte Thema der Morgentoilette umgesetzt zu haben. Tatsächlich haben Maler wie Gerard ter Borch oder Frans Mieris vergleichbar intime Lösungen gefunden, die Vermeer möglicherweise auch als Anregung für sein Gemälde dienten. Vermeers Darstellung beinhaltet jedoch nicht – wie lange angenommen - die schlichte Schönheit und Attraktivität einer jungen Frau bei der Toilette. Auch enthüllt sich hier nicht in erster Instanz der verborgene Sinn einer moralischen Belehrung als Warnung vor der Hingabe an den irdischen Luxus (Vanitas) oder zu großer Hochmut (Superbia). Vielmehr erreicht Vermeer durch die Reduktion von Handlung, Gegenstand und Farbigkeit eine inhaltliche Verschiebung. Die Darstellung verliert ihre Eindeutigkeit. Im Gegensatz zu den thematisch verwandten Werken seiner Zeitgenossen präsentiert Vermeer dem Betrachter hier keine belehrenden Lebensweisheiten sondern die sinnliche Komplexität visueller Wahrnehmungsprozesse.
In diesem Zusammenhang sehr aufschlussreich sind die in technischen Aufnahmen sichtbaren Korrekturen, die Vermeer während des Malprozesses vornahm. So lag auf dem Stuhl im Vordergrund rechts ursprünglich ein lautenähnliches Saiteninstrument. An der Wand hing hinter der Frauengestalt eine bereits in groben Pinselstrichen angelegte Landkarte, wie sie auch auf verschiedenen anderen Gemälden Vermeers zu erkennen ist. Beide Motive wurden von dem Maler jedoch aus ästhetischen und kompositorischen Gründen aus dem Bild entfernt, indem er sie übermalte. War die Bildanlage zuvor aufgrund der vielen dargestellten Gegenstände dichtgedrängt und unruhig, so richtet sich das Interesse des Betrachters nun unmittelbar auf die Frauengestalt, deren Blick die in feinsten Werten schattierte Wand überbrückt und die Aufmerksamkeit des Betrachters auf den Spiegel links lenkt. Die gesamte Aufmerksamkeit richtet sich auf das Wechselspiel zwischen der Gestalt der jungen Frau und ihr für den Betrachter nicht sichtbares Spiegelbild. Der Blick des Betrachters folgt dem ihrem zum gegenüberliegenden Spiegel und wird in einer Art Kreisbewegung über die Draperie auf dem Tisch zu ihrem angewinkelten Fingern der linken Hand zum Gesicht zurückgeführt. Eine narrative Zeitlichkeit ist hier verbannt, es dominiert die Konzentration auf die Sinnlichkeit des Sehvorgangs. Für diesen künstlerisch genialen Zug bedurfte es einer leeren, den Blick nicht ablenkenden Wand, die nun im Zentrum des Bildes steht. Nicht ohne Grund sind denn auch die im Vordergrund zu erkennenden Gegenstände nur reduziert und stark verschattet dargestellt. Katja Kleinert | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2019

SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. an der Tischplatte: IVMeer (IVM in Ligatur)
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A young woman stands at a table and looks attentively into a mirror that hangs on the wall opposite her. She is engaged in putting on a pearl necklace, which she is holding on yellow ribbons. Cool light enters through a leaded window. On the table is an arrangement like a still-life of a vase with lid, fabrics, a powder box, jewellery case and comb. Here, by means of differentiated tonal gradations, Vermeer created masterly, finely nuanced colouring, which is further enhanced by oppositions such
as the yellow of the curtain and the fur-trimmed jacket against the dark, blue-black foreground. By placing the vanishing point of the painting a little above the table top, he succeeds in imparting a monumental quality to the figure and the objects. With the chair, cropped by the edge of the painting at the front right, he achieves the effect of depth and at the same time increases the impression of intimacy. At first glance, it appears that Vermeer, like a number of painters, has represented the subject of the morning toilet that was so popular in the 1650s and 1660s. Painters such as Gerard Ter Borch and Frans Mieris (fig. p. 271) indeed found comparably intimate solutions, which may have served as an impulse for Vermeer in his own works. However, Vermeer’s depiction does not include, as was long assumed, the simple beauty and attractiveness of a young woman at her toilet. Nor is the hidden meaning revealed here primarily a moral admonition, a warning against devotion to earthly luxury (vanitas) or excessive pride (superbia). On the contrary, through his reduction of the narrative, objects and colouring, Vermeer achieves a shift in content. The depiction becomes ambiguous. In contrast to thematically related works by his contemporaries, the centre of attention here is the sensual complexity of processes of visual perception rather than moralising adages.

In this context, the corrections, visible in technical screening, that Vermeer made during the painting process are highly illuminating. On the chair in the foreground, for example, a string instrument like a lute originally lay. On the wall behind the woman’s figure hung a map, already sketched in broad brushstrokes, of the kind that can be seen in various other paintings by Vermeer. For reasons of aesthetics and composition, however, the artist removed both of these motifs from the picture by overpainting them. Whereas the composition was previously densely crowded and busy due to the large number of objects portrayed, now the viewer’s interest is directed immediately to the woman, whose gaze bridges the wall, which is shaded in the finest gradations, and draws the beholder’s eye to the mirror on the left. Now all attention is guided to the interaction between the figure of the young woman and her mirror image, which is not visible to the viewer. The viewer’s eyes follow hers to the mirror opposite, and are guided back in a kind of circular movement via the fabrics on the table to the crooked fingers of her left hand and her face. Narrative chronology is banished here. Concentration on the sensuality of the process of looking predominates. This stroke of artistic genius required an empty wall that does not divert attention and is now the centre of the picture. For a good reason, therefore, the items discernible in the foreground were depicted in reduced form and in dense shadow. Katja Kleinert | 200 Masterpieces of European Painting - Gemäldegalerie Berlin, 2019

Last updated: 30.09.2026

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Institution:

Gemäldegalerie

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Wladislaw IV. (1595-1648) von Polen / Allegorische Darstellung der Tugend

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Der dargestellte Wladislaw IV. (1595 – 1648) war seit 1632 König von Polen. Auf seinem reich dekorierten Wams ist eine Kette erkennbar, die ihn als Ritter des Ordens vom Goldenen Vließ kennzeichnet, dem er seit 1615 angehörte. Er trägt ein violettes Käppchen. Auffällig an der Frisur Wladislaws IV. ist ein dünner Zopf, der auf die linke Schulter fällt und dessen Ende von einer breiten Schleife zusammengehalten wird. Er war in zweiter Ehe mit Louise – Marie, Prinzessin von Gonzaga, Mantua, Montferrat und Nevers („Fille de France“, d.h. Prinzessin von Geblüht) vermählt. Die Trauung fand in Abwesenheit des Bräutigams im Jahre 1645 in der Kathedrale St. Denis statt. Dabei wurde der polnische König durch den Woiwoden von Posen, Christoph Graf Bnin Opalinski vertreten. Mehrmonatige Feierlichkeiten zogen Viele nach Paris, so auch den gefragten Genfer Miniaturmaler Paul Prieur (Um 1620 - 1682/83). Der umtriebige Hugenotte schuf dort zu dieser Zeit auch die Berliner Miniatur. Es wird sich dabei um ein diplomatisches Geschenk des polnischen Königs an den Großen Kurfürsten (Friedrich Wilhelm von Brandenburg) gehandelt haben, der im Jahre 1640 Wladislaw IV. den Lehnseid als Herzog von Preußen leistete und 1646 aus Anlass des Einzugs der aus Paris kommenden polnischen Königin Louise-Marie in Danzig anwesend war. Auf dem Contreémail der Miniatur ist in der Mitte ein von der Sonne gekrönter Obelisk auf vier Kugeln auf einem Postament geschildert. Traditionell als „Gloria dei principe“ (Ruhm des Prinzen) lesbar. Dem gesellt sich die Umschrift HONOR VIRTVTIS PRAEMIVM (Ehre ist der Lohn der Tugend). Die vorzügliche, auf einem Bildträger aus Gold gearbeitet, Berliner Emailminiatur eröffnet die Reihe von Paul Prieurs datierten Arbeiten. SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. auf der Rückseite: HONOR VIRTVTIS PRAEMIVM (umlaufend); unten: prieur Fecit / 1645

Zwei Marktfrauen und ein Junge mit Geflügel und Gemüse

Zwei Marktfrauen und ein Junge mit Geflügel und Gemüse

Von den bedeutenderen Meistern des Bologneser Spätmanierismus (O. Samacchini, L. Sabatini, P. Fontana) war Bartolomeo Passarotti zweifellos der fortschrittlichste, derjenige, der am deutlichsten Stilelemente der Carracci vorwegnahm. Agostino Carracci war zeitweilig sein Schüler, Annibale Carracci wurde in seiner Frühzeit stark von ihm beeinflusst. Passarotti hat in Rom bei Taddeo Zuccari gearbeitet (1551), stand aber andererseits in der Tradition des Bologneser Manierismus (Pellegrino Tibaldi) und wurde auch von Parmigianino und Niccolò dell`Abate beeinflusst. Sein Oeuvre besteht aus drei Komplexen: Altarbilder, Porträts und Genrebilder. Die Altarbilder befinden sich ausnahmslos noch am Ort, in Kirchen Bolognas und der Emilia sowie im Museum von Bologna. Besonders berühmt war Passarotti als Porträtmaler. Seine weit verbreiteten und gelegentlich auf dem Markt vorkommenden Porträts bildeten die unmittelbare Vorstufe für die Porträtkunst der Carracci.Auch die kleinste Werkgruppe, die der Genrebilder, wurde für die Carracci vorbildlich. So galt das Berliner Bild der "Schachspieler", das 1971 dem Ludovico Carracci zuerkannt wurde, lange als Werk Passarottis (A. Venturi, 1933). Zu der kleinen Gruppe der Genrebilder Passarottis gehört das vorliegende, aus dem Londoner Kunsthandel angebotene Bild einer halb stilllebenhaft, halb porträthaft (in Dreiviertelfiguren) gefassten Marktszene: eine alte Marktfrau, die mit Geflügel und Gemüse handelt, preist ihre Hühner an. Mit beiden Armen hat sie eine Henne und einen Hahn gepackt und hält sie dem Betrachter als ideellem Käufer entgegen, ihn anblickend, den sprechend geöffneten Mund zu einem leichten Lächeln verzogen. Sie lehnt mit dem rechten Arm auf den hölzernen Hühnerkäfig, auf dem links hinten ein Hahn thront. Im Hintergrund ferner eine Stange, an der, mit einem Band befestigt, ein Schild hängt, auf dem der Buchstabe P (= Pollaiolo [Geflügel-Verkäufer], aber wohl auch das Monogramm des Künstlers) steht. In der rechten Bildhälfte sieht man eine bildeinwärts gerichtete junge Frau mit ihrem Jungen. Es bleibt unklar, ob sie eine Kundin oder eine zweite Verkäuferin ist. Das Halsband aus roten Steinen und der relativ aufwendige, schleierartige Überhang deuten wohl eher auf eine Kundin hin. Ihr verlorener Blick aus den Augenwinkeln geht am Betrachter vorbei. Sie schmiegt ihr Kind mit dem linken Arm an sich (sie greift in sein Haar), vielleicht will sie den Jungen, der gerade mit der Hand nach einem Kürbis greift, zurückhalten. Im Vordergrund unten ein Korb (oder eine Karre) prallgefüllt mit Zwiebeln und Kürbissen.Die Figuren und der stilllebenhaft arrangierte Kürbishaufen sind eng ins Bildfeld eingepasst. Figuren und Formen, ganz in der vordersten Bildebene platziert, vermitteln den Eindruck bedrängender Nähe und handgreiflicher Wirklichkeit. Dieser Eindruck wird unterstrichen durch die pastose Malweise, die freie, lockere Pinselschrift, eine Faktur, die, zusammen mit der Art der Gewandbehandlung und der Modellierung, vor allem aber der Farbigkeit, ganz unmittelbar auf die wenige Jahre später entstandenen Genrebilder Annibale Carraccis (Schlachterladen in Oxford, Bohnenesser in Rom, Gal. Colonna) vorausweist. Annibale Carracci hat in seinen Genrebildern, die alle in die Frühzeit fallen, mit dem gleichen Realismus, der gleichen Naturbeobachtung gearbeitet. Gleichwohl würde man die Bilder als lediglich realistische Markstücke im Sinne des 19. Jahrhunderts missverstehen. Im vorliegenden Bild ist offenbar eine Anspielung auf die drei Lebensalter mit gemeint, außerdem hat die neuere Forschung in den Genrestücken Passarottis und Carraccis Bezüge zur Commedia dell`arte gesehen (letztlich auf Aristoteles' Poetik fußend; vgl. B. Wind, Pitture ridicole: Some Late Cinquecento Comic Genre Paintings, in: "Storia dell'Arte", 20, 1974; ders., Annibale Carracci's "Scherzo": The Christ Church Butcher Shop, in: "The Art Bulletin" 1976). So wie Passarottis Genrebilder einerseits auf die Carracci vorausweisen, fußen sie andererseits auf niederländischen Vorbildern, vor allem von Aertsen und Beuckelaer (vgl. H. Bodmer, Die Kunst des Bartolomeo Passerotti, in: "Belvedere" 1938).Das vorliegende Werk war bis zur Erwerbung unpubliziert. Seine Komposition war jedoch aus einer qualitativ unterlegenen Werkstattreplik bekannt, die Daniele Benati (Una 'Lucrezia' e altre proposte per Bartolomeo Passerotti, in: "Paragone" 379, 1981) publiziert hat. Benati datiert das vorliegende Original in die späten siebziger bzw. frühen achtziger Jahre. Es gibt außer diesem Bild nur noch fünf vollwertige Genrebilder Passarottis, von denen drei Bilder (alle querformatig) dem vorliegenden stilistisch und ikonographisch engstens verwandt sind: "Zwei Fischverkäufer" und "Zwei Schlachter" in Rom, Galleria Nazionale d'Arte Antica (ehemals Slg. Messinger, München) und "Zwei Geflügelverkäuferinnen" (Florenz, Stiftung Longhi, ehemals Berlin, C. Benedict). Diese drei Bilder sind in einem Inventar der Slg. der Marchesi Mattei (Rom) von 1614 zusammen mit einem vierten aufgeführt, das zwei Geflügelverkäuferinnen mit einem Kind darstellt. Es läge nahe, das vorliegende Bild mit dem vierten Bild zu identifizieren, wenn nicht das andersartige Hochformat dagegen spräche. Die Verbindung von derber Drastik des Motivs, von zupackendem Realismus mit malerischer Kultur der Ausführung ist das Charakteristische dieses und der anderen Genrebilder Passarottis. Zugleich ist das Bild ein frühes und bedeutendes Beispiel der für Italien auch im frühen 17. Jahrhundert wichtigen Bildform eines vegetabilen Stilllebens (Gemüse, Früchte, Blumen) mit begleitenden Figuren. SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. auf dem Ladenschild oben: P

Ansicht von Nijmegen

Ansicht von Nijmegen

Rechts über dem Ufer der Waal erhebt sich die Stadt Nijmegen mit dem charakteristischen viereckigen Turm des Valkenhofs. Stadtansichten nehmen im OEuvre van Goyens einen breiten Raum ein, wobei der viel gereiste Künstler sich motivisch auf seine Skizzenbücher stützen konnte. Trotzdem erheben seine äußerst naturgetreu anmutenden Schilderungen keinen Anspruch auf topografische Exaktheit. Der Raum wird perspektivisch durch den diagonal in die Bildtiefe verlaufenden Fluss erschlossen, ein für Goyen typisches Konstruktionsprinzip. Zusammengehalten wird die Komposition durch die atmosphärische, auf Gelb-, Braun- und Grüntönen basierende Farbigkeit. Ebenso wird der Schilderung des Himmels große Aufmerksamkeit geschenkt.| Prestel-Museumsführer - Gemäldegalerie Berlin, 2017SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. an der Fähre: vGOYEN 1649________________________________________________________________________________________________________________________________________The town of Nijmegen with the landmark square tower of the Valkenhof rises above the right bank of the Waal. Town views are a major theme in van Goyen’s work; he travelled a great deal, and was able to rely on his sketch-books for material. Nevertheless, though his pictures seem extremely lifelike, they make no claims to topographical precision. The space is opened up in terms of perspective by the river, which runs diagonally into the depths of the picture, a typical structural principle for van Goyen. The composition is held together by the atmospheric colouring, based on shades of yellow, brown and green. A great deal of attention is also paid to the presentation of the sky.| Prestel Museum Guides - Gemäldegalerie Berlin, 2019