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Diana mit Nymphen und Aktaion

Ident. Nr.: M 284

ObjID: obj:863708

Eigentum des Kaiser Friedrich Museumsvereins

Details (expert)

Creator/Entity
Giuseppe Mazza (1653 - 1741),
Bildhauer*in
Date(s)
Datierung: um 1710
Systematics/Type
Material / Technique
Marmor
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 56 x 72,5 x 8 cm (Relief)
Höhe x Breite x Tiefe: 76 x 92,5 x 8 cm (Rahmenmaß)
Gewicht: 79,4 kg (mit Rahmen)

Object Description

Das sehr malerisch angelegte Relief illustriert eine Szene aus den Metamorphosen des Ovid: Während des gemeinsamen Bades mit ihren Gefährtinnen wird Diana, die Göttin der Jagd und der Keuschheit, von dem Jäger Aktäon beobachtet. Da kein Sterblicher sie unbekleidet sehen durfte, wird Aktäon zur Strafe in einen Hirsch verwandelt, danach von seinen eigenen Hunden gejagt und zerfleischt. Mazza, der bedeutendste Bologneser Bildhauer des 18. Jahrhunderts, verwandelte die tragische Handlung in ein heiteres, arkadisches Geschehen. Schöne Frauengestalten, runde weiche Körper, umspielt von feinen Draperien, bestimmen die Szene. Harmonisch sind sie in und vor einem illusionistischen Landschaftsraum plaziert. Bravourös ist die Ausarbeitung des Reliefs: Mazza charakterisiert mit gleicher Vollkommenheit den flachen, zart angedeuteten Hintergrund wie die plastisch gerundeten vorderen Figuren. Der detailreiche, malerische Darstellungsstil erreicht die Grenzen bildhauerischer Möglichkeiten.

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Reliefplatte mit dem Heiligen Symeon

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Das Relief ist aus Basalt, einem sehr harten vulkanischen Gestein. Weil es so schwer zu bearbeiten ist, ist das Relief nur ganz flach ausgeführt.Die Darstellung ist in einem modern anmutenden, fast Comic-artigen Stil gehalten. Rechts steht eine Säule auf einem Stufensockel. Auf der Säule erscheint ein bärtiger Mann, von dem nur der Oberkörper sichtbar ist. Der Unterkörper wird von einer Brüstung verdeckt, deren Oberkante durch eine dünne Linie angedeutet wird. Ein fliegender Vogel hält einen kleinen Kranz über ihn. An die Säule ist eine Leiter gelehnt, die ein zweiter Mann hinaufgestiegen ist. In seiner rechten Hand hält er ein Weihrauchgefäß. Es hat die Form eines Kelches und ist an einer Kette aufgehängt. Beide Männer tragen jeweils ein typisches Mönchsgewand. Es hat die Form eines langen, gegürteten Hemdes. Über den Kopf ist eine Kapuze gelegt, die mit einem Kreuz geschmückt ist.Der Mann auf der Säule stellt einen christlichen Heiligen, den syrischen Asketen Symeon d. Ä. (um 390-459) dar. Die historisch bezeugte Gestalt lebte zuerst als Mönch in einem Kloster im nordsyrischen Kalksteinmassiv nordöstlich von Aleppo. Als junger Mann zog sich Symeon auf einen Felsen zurück und widmete sich der Verehrung Gottes. Später wurde dort eine Säule errichtet, auf der er lebte, die Säule wurde mehrmals erhöht. Zuletzt war sie 17 bis 20 Meter hoch. 42 Jahre soll Symeon ununterbrochen auf dieser Säule zugebracht haben. Weil Symeon als heilig und weise galt, kamen bald große Mengen von Pilgern herbei, zu denen Symeon mehrmals täglich predigte und ihnen Ratschläge gab. Auch nach seinem Tod reisten zahlreiche Pilger zu der Säule, um dort zu dem Heiligen zu beten. Sie nahmen von dem Pilgerort Andenken mit, an deren heilkräftige Wirkung sie glaubten. Um den Standort der Säule herum wurde das große Pilgerheiligtum Qal’at Sim’an mit einer christlichen Kirche, einem Baptisterium und Pilgerwohnungen errichtet, um den Pilgern Platz und einen Raum für Gottesdienste zu bieten. Weihrauch wurde bei christlichen Gottesdiensten verwendet. Der Mönch auf der Leiter mit dem Weihrauchgefäß könnte auf Gottesdienste im Symeons-Heiligtum hinweisen.Symeon war nicht der einzige christliche Mönch, der ein Leben auf einer Säule führte, aber einer der frühesten und der berühmteste. Diese Mönche werden Säulensteher oder Styliten genannt, nach dem griechischen Wort „stylos“ für Säule. Sie stellten sich auf Säulen, um sich von dem als sündig angesehenen Alltagsleben zu entfernen und sich ganz Gott zu widmen.Das Relief war möglicherweise an der Fassade einer frühchristlichen Kirche im syrischen Kalksteingebiet eingelassen. Solche Reliefs sind von anderen Kirchen in dieser Gegend bekannt. Zeitlich und stilistisch vergleichbare Darstellungen befinden sich im Museum von Damaskus und im Louvre zu Paris.GM