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Raub der Proserpina

Ident. Nr.: 8517

ObjID: obj:863982

Details (expert)

Creator/Entity
Adrian de Vries (um 1545),
Bildhauer*in
Date(s)
Datierung: 1621
Systematics/Type
Provenance
Nachlass/Vermächtnis: Adolf zu Schaumburg-Lippe, Schloss Bückeburg,
bis 15. August 1935
Dresdner Bank,
15. August 1935
Reichsfinanzministerium und Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung,
15. August 1935
Material / Technique
Bronze
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 192 x 67 x 83 cm
Gewicht: 485 kg
Gewicht: 400 kg (Sockel)
Acquisition
1935 vom Preußischen Staat aus den Kunst-Beständen der Dresdner Bank angekauft und an die Staatlichen Museen zu Berlin überwiesen, Vorbesitz Adolf zu Schaumburg-Lippe, Schloss Bückeburg

Object Description

Den Raub der Proserpina schuf Adrian de Vries – wie schon das kurz zuvor entstandene Gegenstück ›Venus und Adonis‹ für seinen bedeutenden norddeutschen Auftraggeber, dem Fürsten Ernst zu Schaumburg Lippe. Beide Bronzegruppen ließ der Fürst in seiner Residenzstadt Bückeburg auf dem Vorplatz zum Burgtor, dem so genannten Löwentor, aufstellen. Die Geschichte des in Liebe entbrannten Pluto, der Proserpina in die Unterwelt entführt, hat Ovid in seinen Metamorphosen (V, 376-571) geschildert. Adrian de Vries orientierte sich bei seiner Komposition, insbesondere bei der Gestalt des Pluto, an Giambolognas pyramidal aufgebauter Raptusgruppe der ›Raub der Sabinerin‹ in der Loggia dei Lanzi in Florenz. Die Dynamik der widerstrebenden Gestalt Proserpinas erinnert hingegen an die gleichnamige und nahezu zeitgleich entstandene Marmorgruppe Gian Lorenzo Berninis, die der Hauptmeister des römischen Barocks für den Kardinal Scipione Borghese ausführte. Adrian de Vries schuf mit dem Raub der Proserpina ein Meisterwerk, in dem er zwei Ikonen der italienischen Plastik auf eindrucksvolle Weise zu einem eigenständigen Werk verband.

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Würfelkapitell mit Blattornamenten

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Bildnis Baron Otto Hermann Vietinghoff-Scheel

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