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Die Auffindung des heiligen Sebastian

Ident. Nr.: 2046

ObjID: obj:864512

Details (expert)

Creator/Entity
Nachahmer: Georges de La Tour (1593 - 1652),
Maler*in
Date(s)
Ausführung: um 1649
Systematics/Type
Additional titles
Collection title: Die Auffindung des heiligen Sebastian
Translation: The Finding of Saint Sebastian
Geographical references
Herstellungsort: Frankreich,
Land
Material / Technique
Leinwand
Dimensions
Bildmaß: 162,6 x 128,8 cm
Acquisition
1928 Schenkung der Galerie Mathiesen, Berlin (Galerie Matthiesen Berlin. Ausstellung Edouard Manet 6. Februar bis 18. März 1928. Gemälde, Pastelle, Aquarelle, Zeichnungen)

Object Description

Da der römische Offizier Sebastian nicht von seinem christlichen Glauben abkommen wollte, wurde er von Kaiser Diokletian im Jahr 286 der Legende nach zum Tode durch die kaiserlichen Bogenschützen verurteilt. Nach seiner Hinrichtung eilte die Heilige Irene bei Nacht zu ihm, um den Leichnam zu bergen und für eine christliche Bestattung zu sorgen. Sie fand Sebastian jedoch lebend, woraufhin sie ihn mit in ihr Haus nahm, um ihn gesund zu pflegen.
Das Gemälde des französischen Malers George de La Tour schildert die nächtliche Szene. Irene, im schlichten dunklen Gewand mit rotem Gürtel und Kopftuch, hat mit ihren Begleiterinnen den leblosen Körper des Heiligen entdeckt. Ein fackeltragendes Dienstmädchen in prächtigem Kleid kniet neben Sebastian und hält dessen Handgelenk, als würde sie den Puls fühlen wollen. Zwei weitere Begleiterinnen verharren klagend und betend. Irene ist als einzige Sebastian voll zugewandt und blickt zu ihm mit Tränen in den Augen herab. Die bewusst sparsam eingesetzte Gestik bringt die Betroffenheit und Trauer der Frauen zum Ausdruck.
Im Oeuvre La Tours spielt die Inszenierung von Licht eine große Rolle. Bei nächtlichen Kompositionen bilden meist eine Fackel oder eine Kerze die einzige Lichtquelle. Aufgrund seiner Vorliebe an kontrastreicher Hell-Dunkel-Malerei wird er zu den Caravaggisten gezählt. 
Ein zweites Exemplar der Komposition ursprünglich aus der Kirche Broglie, Eure befindet sich heute im Louvre in Paris. Röntgenaufnahmen zeigten in der Pariser Version bedeutende Pentimenti. Im Berliner Bild können dagegen keine Veränderungen durch den Maler festgestellt werden. Es muss offenbleiben, ob es sich um eine eigenhändige Zweitfassung, eine von La Tours Sohn Etienne angelegten und vom Vater vollendete Werkstattreplik oder eine zeitgenössische Kopie handelt.

Last updated: 29.06.2026

Contact

Institution:

Gemäldegalerie

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Ansicht von Nijmegen

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Rechts über dem Ufer der Waal erhebt sich die Stadt Nijmegen mit dem charakteristischen viereckigen Turm des Valkenhofs. Stadtansichten nehmen im OEuvre van Goyens einen breiten Raum ein, wobei der viel gereiste Künstler sich motivisch auf seine Skizzenbücher stützen konnte. Trotzdem erheben seine äußerst naturgetreu anmutenden Schilderungen keinen Anspruch auf topografische Exaktheit. Der Raum wird perspektivisch durch den diagonal in die Bildtiefe verlaufenden Fluss erschlossen, ein für Goyen typisches Konstruktionsprinzip. Zusammengehalten wird die Komposition durch die atmosphärische, auf Gelb-, Braun- und Grüntönen basierende Farbigkeit. Ebenso wird der Schilderung des Himmels große Aufmerksamkeit geschenkt.| Prestel-Museumsführer - Gemäldegalerie Berlin, 2017SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. an der Fähre: vGOYEN 1649________________________________________________________________________________________________________________________________________The town of Nijmegen with the landmark square tower of the Valkenhof rises above the right bank of the Waal. Town views are a major theme in van Goyen’s work; he travelled a great deal, and was able to rely on his sketch-books for material. Nevertheless, though his pictures seem extremely lifelike, they make no claims to topographical precision. The space is opened up in terms of perspective by the river, which runs diagonally into the depths of the picture, a typical structural principle for van Goyen. The composition is held together by the atmospheric colouring, based on shades of yellow, brown and green. A great deal of attention is also paid to the presentation of the sky.| Prestel Museum Guides - Gemäldegalerie Berlin, 2019

Lustige Gesellschaft auf einer Terrasse

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