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Stillleben mit chinesischer Porzellandose

Ident. Nr.: 948F

ObjID: obj:864593

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Willem Kalf (1619 - 1693),
Maler*in
Date(s)
Ausführung: 1662
Systematics/Type
Additional titles
Collection title: Stillleben mit chinesischer Porzellandose
Translation: Still life with a Chinese porcelain box
Geographical references
Herstellungsort: Holland,
Region
Material / Technique
Leinwand
Dimensions
Bildmaß: 67 x 54,7 cm
Acquisition
1899 erworben im Tausch mit der Kunsthandlung Charles Sedelmeyer, Paris

Object Description

Mit seinen kunstvoll komponierten Stillleben und seiner meisterhaften Lichtwiedergabe zählt Willem Kalf zu den bedeutendsten Stillebenmalern des 17. Jahrhunderts. Seine Werke sind gekennzeichnet von der überzeugenden Wiedergabe unterschiedlichster Materialien. Seine Stillleben mit kostbaren Gegenständen setzte Kalf vollendet in Szene, indem er diese in dunklen Interieurs mit stark fokussiertem Licht präsentierte und die dargestellten Objekte auf verblüffende Weise nur mithilfe einzelner Reflexionspunkte aus dem Dunkel des Hintergrunds hervortreten ließ. Kostbare Gegenstände wie Flaschen, Teller oder Gläser aus Gold, Silber, Zinn und Glas waren beliebte Prestigeobjekte des zu Wohlstand gelangten Bürgertums. Eine große Besonderheit stellten dabei exotische Gegenstände aus fernen Ländern wie chinesisches Porzellan, Muscheln oder Zitrusfrüchte dar, die über den blühenden Übersee-Handel in die Niederlande gelangten und die Kalf mit großer Kunstfertigkeit wiedergab.

Kein anderer niederländischer Stillebenmaler widmete sich dem chinesischen Porzellan mit so großer Hingabe und gab dieses neuartige Material so naturgetreu wieder, wie Willem Kalf. Durch geschickt gesetzte Höhungen und Lichtreflexe war es ihm möglich, die Fragilität, Zartheit und Lichtdurchlässigkeit des Porzellans zu vermitteln. Das „Stilleben mit chinesischer Porzellandose“ dokumentiert Kalfs große Faszination für Gerätschaften von außergewöhnlichem Wert. Ebenso wie andere Stillebenmaler präsentiert er bestimmte Objekte in seinen Stillleben immer wieder in neuen Zusammenstellungen, wobei er auch einzelne Gegenstände in sich variierte und veränderte. Es ist heute daher fast unmöglich, die dargestellten Objekte zu identifizieren. Kalf präsentiert auf seinen Bildern regelmäßig ältere Gegenstände, seltener dagegen zeitgenössisches Porzellan oder Glas. So stammt die hier präsentierte chinesische Schale vermutlich aus der Ming Dynastie. Sie ist in paarweiser Anordnung mit plastisch aufgesetzten Figuren verziert, in denen die acht Unsterblichen des Taoismus erkannt worden sind. Als Deckelknauf dient ein Fu-Hund.
Neben der chinesischen Porzellandose präsentiert Kalf hier drei verschiedene Sorten von Gläsern: ein hohes als vertikale Mittelachse dienendes Flötglas, ein Glas venezianischer Art links und einem großen Römer rechts. Vervollständigt wird das Ensemble durch eine Zitrone, deren Schale spiralförmig herabhängt, eine Orange sowie ein kleines Messer mit Achatgriff, das auf einem silbernen Präsentierteller, vermutlich eine Amsterdamer Arbeit, arrangiert ist. Die meisten der hier abgebildeten Tischgeräte hat Kalf in variierender Zusammenstellung mehrfach dargestellt.

1653 übersiedelte Jan Kalf nach Amsterdam. In den hier geschaffenen Stillleben, zu denen auch das Stillleben mit chinesischer Porzellandose gehört, bevorzugte er nun Arrangements sorgsam ausgewählter und inszenierter Objekte. Er strebte dabei nicht eine möglichst detailgetreue Wiedergabe der Materialien und Oberflächen an. Vielmehr interessierte ihn die Schönheit ihrer malerischen Ausführung, die durch die funkelnde Suggestion der Lichteinwirkung charakterisiert ist. Die vollkommene Harmonie, die Kalf in der Wechselbeziehung zwischen Motiv und Gestaltgebung erreicht hat, begründet seine Stellung als Hauptvertreter der holländischen Stillebenmalerei im 17. Jahrhundert. Katja Kleinert und Jan Kelch | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2019

SIGNATUR / INSCHRIFT: Links unten: W KALF 1662
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With his artistically composed still-lifes and his masterly depiction of light, Willem Kalf is among the most important still-life painters of the 17th century. His works are characterised by convincing representation of the most diverse materials. Kalf perfectly staged his still-lifes with precious objects by presenting them in dark interiors with strongly focussed light, and allowed the objects shown to emerge from the darkness of the background in an astonishing manner with the aid of
only a few individual points of reflection. Valuable items such as bottles, plates and glasses made from gold, silver, pewter and glass were popular prestige objects of a bourgeoisie that had become wealthy. A very special status was accorded to exotic things from far-away countries, for example Chinese porcelain, shells or citrus fruits, which came to the Netherlands through its thriving overseas trade, and which Kalf reproduced with great artistic skill.

No other Dutch still-life painter applied himself to Chinese porcelain with such great dedication or rendered this new kind of material as faithfully as Willem Kalf. Through skilfully placed highlights and light reflections, he was able to convey the fragility, delicacy and transparency of porcelain. Still-Life with Chinese Porcelain Bowl demonstrates Kalf’s great fascination with items of exceptional value. Like other still-life artists, he shows certain objects in new configurations again and again in his works, while also changing and varying the individual items themselves. Today it is almost impossible to identify the objects depicted. In his paintings, Kalf regularly presents older items, and more rarely contemporary porcelain or glass. Thus, the Chinese bowl shown here probably dates from the Ming dynasty. It is decorated with paired figures, applied in relief, which have been identified as the Eight Immortals of Taoism. The knob of the lid is a fu dog.

Next to the Chinese porcelain bowl, Kalf presents three different kinds of glasses here: a tall flute glass serving as a vertical central axis, a Venetian-style glass on the left and a large rummer on the right. The ensemble is completed by a lemon with its peel hanging down in a spiral, an orange, and a small knife with an agate handle arranged on a silver presentation plate, probably made in Amsterdam. Most of the tableware depicted here was painted several times by Kalf in varying constellations.

In 1653, Jan Kalf moved to Amsterdam. In the still-lifes that he painted there, which include this Still-Life with Chinese Porcelain Bowl, he now preferred arrangements of carefully selected and staged objects. His aim was not to render the materials and surfaces with the greatest possible faithfulness to detail, but rather he was interested in the beauty of their execution in paint, which is characterised by
the sparkling manner in which the effects of light are suggested. The consummate harmony that Kalf achieved in the mutual relationship between motif and artistic shaping accounts for his status as the principal exponent of Dutch still-life painting in the 17th century. Katja Kleinert und Jan Kelch | 200 Masterpieces of European Painting - Gemäldegalerie Berlin, 2019

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Gemäldegalerie

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Versonnen blickt der dunkelhaarige junge Mann nach rechts in die Ferne. Von seinem schwarzen Gewand hebt sich ein kostbarer, weißer Spitzenkragen ab, auf den sein langes Haar fällt. Maratti präsentiert den Dargestellten hier schlicht und unprätentiös, zugleich jedoch sehr würdevoll und elegant. Durch eine Inschrift auf der Rückseite sind uns heute Entstehungsjahr und -ort des Gemäldes bekannt, sowie das Alter des Dargestellten. Als er sich 1663 in Rom porträtieren ließ, war er 24 Jahre und drei Monate alt. Maratti gehörte zu den begehrtesten Malern in Rom und arbeitete für die höchsten gesellschaftlichen Kreise, u.a. auch für Papst Clemens IX., dessen von Maratti geschaffenes Bildnis heute zu den bedeutendsten Porträts des 17. Jahrhunderts zählt.| Britta BodeSIGNATUR / INSCHRIFT: Auf der Doublierleinwand Transkription (des 19. Jh.) einer alten Inschrift: AETATIS VAE XXIV / ET III MENS / IN ROMA 1663 / C.M.F.___________________________________________________________________________With a pensive gaze, a dark-haired young man looks to the right into the distance. His long hair falls on the sumptuous, white lace collar that stands out against his black garment. Maratti presents the portrayed modestly and unpretentiously, yet also elegantly and dignified. An inscription on the back tells us the year and place of creation, as well as the age of the portrayed. In 1663, when he was painted in Rome, he was 24 years and three-months-old. Maratti was one of the most sought after artists in Rome and worked for the social elite, including Pope Clemens IX, whose portrait is considered one of the most important paintings of the 17th century.| Britta Bode

Die Kreuzigung Christi

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Gerard David stammte aus den nördlichen Niederlanden, dem holländischen Oudewater. Einflüsse von Geertgen tot Sint Jans in seinen frühen Werken deuten darauf hin, daß er seine erste Ausbildung in Haarlem erhalten hat. 1484 war er nach Brügge ausgewandert, der Stadt, in der Memling als führender Meister tätig war. Hier wurde er als Mitglied und schließlich als leitender Künstler der Malerzunft vom Magistrat der Stadt mit Aufträgen bedacht. In Brügge entstanden seine Hauptwerke. Hier lebte und arbeitete er, von kurzen Unterbrechungen abgesehen, bis zu seinem Tode. Für einige Zeit scheint er sich in Antwerpen aufgehalten zu haben. Darauf deutet eine Eintragung in den Registern der Antwerpener Malergilde hin, die für das Jahr 1515 die Aufnahme eines »Gheraet van Brugghe, scildere« vermeldet. Brügge hatte damals seine führende Rolle als Hafenstadt durch die Versandung des Swijn, seiner Verbindung zum Meer, eingebüßt, während Antwerpen seinen Rang als neues Handelszentrum auszubauen begann und damit zahlreichen Künstlern neue Verdienstmöglichkeiten eröffnete. Es ist denkbar, daß sich Gerard David den neuen Gegebenheiten auf Dauer nicht mehr an - passen wollte und deshalb nach Brügge zurückkehrte, wo er als der letzte herausragende Vertreter der traditionsreichen Malerei dieser Stadt großes Ansehen genoß. Das Schaffen Davids schlägt eine Brücke zwischen den niederländischen Meistern des 15. Jahrhunderts und den neuen Bestrebungen der Renaissance. Seine Werke zeichnen sich durch eine stille Monumentalität und eine klare Anordnung der plastisch wiedergegebenen Bildfiguren aus, die auf neuartige Weise mit dem sie umgebenden Raum verbunden sind. In dieser Hinsicht bezeichnet die Kunst Davids eine entscheidende Etappe auf dem Weg zu einer einheitlichen malerischen Gestaltung des Bildraumes. Die Darstellung des Christus am Kreuz stammt aus der Spätzeit des Künstlers. Das Kolorit, in dem grüne und blaue Farbklänge dominieren, ist eigentümlich kühl und verhalten, dabei in den nuancenreichen Abstufungen dennoch von höchster Subtilität. Dieser konsequenten Vereinheitlichung der Farbgebung, von der eine starke atmosphärische Wirkung ausgeht, entspricht eine gleichermaßen prägnante wie durch seine Schlichtheit ergreifende Schilderung des Bildgeschehens. Auf der Höhe Golgathas erhebt sich das Kreuz Christi, dessen Querbalken in die Tiefe weisen. Mit geöffneten Augen blickt der Gekreuzigte auf die Leidtragenden zu seinen Füßen herab, auf Maria Magdalena nahe dem Kreuzesstamm, auf Maria, die von Johannes gestützt wird, und auf Maria Salome und Maria Jacobi. Mit den Worten »mulier ecce filius tuus« (Weib, siehe, das ist dein Sohn; Johannes 19, 26) empfiehlt er seine Mutter der Fürsorge seines Lieblingsjüngers. Die verhaltene Trauer der Angehörigen scheint sich auf den Hauptmann und seine Soldaten übertragen zu haben, die still zur Seite getreten sind und sich beraten. Im Hintergrund erkennt man Kriegsknechte, die Golgatha bereits verlassen haben und Jerusalem zustreben. Daran zeigt sich, daß kein bestimmter Augenblick des Geschehens gestaltet ist, sondern daß es dem Künstler darauf ankam, uns dessen zeitlose Bedeutung vor Augen zu führen, wie er es wenig später in dem eindrucksvollen Golgathabild (Genua, Palazzo Bianco) in äußerster Reduktion des Themas getan hat. Der Eindruck der Zeitlosigkeit des Geschehens in unserem Bild verstärkt sich angesichts der weiten Landschaft mit den im blauen Licht des Abends verdämmernden Bergkuppen. Svea Janzen | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2010SIGNATUR / INSCHRIFT: mulier ecce filius tuus_______________________________________________________________Gerard David was born in the Dutch city of Oudewater. In 1484 he moved to Brugge where, with a few interruptions, he lived and worked until his death. David’s work forms a link between the 15th-century Netherlandish masters and the new line taken in the Renaissance. His works have a quiet monumental quality and a clear arrangement of figures, who relate in an innovative way to the space that surrounds them. In this respect David’s work represents a crucial stage on the way towards uniform painterly control over the pictorial space. This scene of Christ on the Cross dates from the artist’s late period. The colouring, dominated by notes of green and blue, is strangely cool and reticent, although extremely refined in its nuanced gradations. The events of the picture are portrayed both succinctly and plainly, corresponding with the consistently uniform colouring, which creates a strongly atmospheric effect. | Prestel Museum Guides - Gemäldegalerie Berlin, 2012

Der Engel weckt den Propheten Elias in der Wüste

Der Engel weckt den Propheten Elias in der Wüste

Das kleine Täfelchen zeigt den Propheten Elias eingeschlafen unter einem Baum. Die Darstellung bezieht sich auf eine in der Bibel erzählte Episode, in der die Flucht des Elias vor der ihm angedrohten Rache für die Ermordung der Propheten des Baal geschildert wird (1. Könige 19,1–8). Ein Engel hat sich über Elias gebeugt. Er versucht, ihn mit einer zarten Berührung an der Schulter zu wecken. Mit dem Zeigefinger seiner Rechten weist er auf einen Laib Brot und einen mit Wasser gefüllten Krug, die neben der herabgesunkenen Hand des Propheten stehen. Alle drei Elemente sind in helles Licht getaucht. Das rosafarbene Gewand des Engels, die blonden Haare seines gesenkten Hauptes sowie die weit ausladenden Flügel mit den schwarzen und weißen Federn sind mit pastos aufgetragenen Pinselstrichen ausgeführt. Die Rinde des kräftigen, die linke Bildhälfte begrenzenden Baumes und das Gestrüpp am Boden sind mit dicken Farbtupfern modelliert.Maltechnische Untersuchungen haben gezeigt, dass sich inmitten des Baumstammes einst ein Schlüsselloch befand. In der Röntgenaufnahme sind an der rechten Seite der Tafel zudem zwei Scharniere zu erkennen. Die Ausführung auf Holz und das kleine Format sind demzufolge auf die Funktion des Gemäldes als Türchen zurückzuführen. Da die im Alten Testament geschilderte Speisung des Propheten Elias mit Wasser und Brot eine häufig verwendete Präfiguration für das Abendmahl darstellt, fungierte die Tafel mit großer Wahrscheinlichkeit als Verschluss eines Tabernakels, das zur Aufbewahrung der Hostien und des Abendmahlkelchs diente. In Spanien sind derartige mit bildlichen Darstellungen versehene Türchen in zahlreichen Predellenzonen von Altarretabeln des 17. Jahrhunderts nachweisbar. Zudem lassen die Röntgenaufnahmen darauf schließen, dass die Tafel einst einige Zentimeter höher war und ein länglicheres Format aufwies.Auf Grund der überaus lockeren, an die venezianische Malerei erinnernden Malweise wurde das Bild, das vormals als Werk Domenico Fettis galt, von Giuseppe Fiocco in das Oeuvre von Francesco Maffei eingeordnet. 1970 wurde es von José Roge lío Buendía auf Grund stilistischer Erwägungen schließlich dem in Madrid tätigen Maler Juan Antonio de Frías y Escalante zugeschrieben. Bei dem abgebildeten Tonkrug handelt es sich seiner Meinung nach zudem um ein Modell, wie es in dem bei Madrid gelegenen Städtchen Talavera de la Reina produziert wird. Für eine Verbindung des Gemäldes mit Spanien spricht ferner die Existenz einer vorbereitenden Zeichnung in der Nationalbibliothek in Madrid, die die zentralen Elemente der Komposition wiedergibt, sowie die Provenienz aus der Sammlung Suermondt, zu der zahlreiche Werke zählten, die der preußische Offizier Andreas von Schepeler während seiner Tätigkeit in Madrid zwischen 1815 und 1823 erworben hatte.Von 1667 bis 1668 hatte Escalante einen 18 Leinwandgemälde umfassenden Zyklus mit alttestamentlichen Präfigurationen der Eucharistie für die Ausstattung der Sakristei des im 19. Jahrhundert zerstörten Convento de la Merced Calzada in Madrid ausgeführt, darunter auch eine Darstellung von Elias und dem Engel, die heute im Museo del Prado aufbewahrt wird. Auch wenn sich Paola Rossi 1991 nochmals für eine Zuschreibung des Berliner Bildes an Francesco Maffei aussprach, so machen die genannten Argumente dennoch plausibel, dass das Gemälde erstens von Escalante geschaffen wurde und zweitens zur Ausstattung des genannten Konvents gehörte, der sich ehemals auf dem heute nach Tirso de Molina benannten Platz in Madrid befand. Vor der Feier des Abendmahls hatte es den Priestern dort bei der Entnahme der Hostien und des Weines die heilsgeschichtliche Erfüllung der Ankündigungen des Alten Testamentes ins Bewusstsein gerufen.| Sven Jakstat___________________________________________________________________________________________________This small panel depicts the Prophet Elijah sleeping under a tree. The scene refers to the Bible’s story of Elijah’s flight from retribution for his killing of Baal’s prophets (1 Kings 19:1–8). An angel bends over Elijah and tries to wake him by gently laying a hand on his shoulder. With the finger of his right hand the angel points to a loaf of bread and a water-filled jug next to the Prophet’s limp hand. All three elements are suffused in bright light. The angel’s rose-coloured robe, the blond hair on his lowered head, and the white feathers of his wings are executed in pastose brushstrokes. The bark of the massive tree and undergrowth bounding the left-hand side of the composition are modelled with thick dabs of paint.Scientific examinations showed that there was once a keyhole in the middle of the tree trunk. X-ray images also revealed two hinges attached to the right end of the panel. These combined with the wooden support medium and the painting’s small format indicate that the work once served as a small door. As the story of Elijah being given bread and water was often used in art to prefigure the Eucharist, it is highly likely that this panel once served as the door covering of a tabernacle where the host and Communion chalice were kept. Numerous examples of such decorated doors in the predella areas of seventeenth-century altarpieces have been found in Spain. Furthermore, the X-ray images indicate that the panel was once several centimetres longer and more elongated in shape.The extremely flowing style of painting, reminiscent of Venetian works, led Giuseppe Fiocco to attribute the painting – previously believed to be by Domenico Fetti – to Francesco Maffei. Stylistic considerations finally led José Rogelío Buendía in 1970 to ascribe it to the Madrid painter Juan Antonio de Frias y Escalante. In Buendía’s opinion, the ceramic jug seen in the painting is based on the types of jugs produced in the town of Talavera de la Reina near Madrid. Further evidence of the work’s Spanish provenance is offered by a preliminary drawing in the National Library in Madrid, which displays the same central elements that appear in the painting, as well as its provenance from the Suermondt Collection, which included numerous works acquired by the Prussian officer Andreas von Schepeler while he was stationed in Madrid between 1815 and 1823.From 1667 to 1668, Escalante completed a cycle of eighteen paintings on canvas with Old-Testament prefigurements of the Eucharist for the sacristy of the now destroyed Convento de la Merced Calzada in Madrid, including a painting depicting the angel and Elijah today held by the Museo del Prado. Even though Paola Rossi once again insisted in 1991 that the Berlin painting should be attributed to Francesco Maffei, the arguments given above make a plausible case both that the painting was made by Escalante and that it belonged to the convent, once located on the square now named for Tirso de Molina. The painting served to remind priests of the salvific fulfilment of the Old Testament’s prophecies when they went to remove the host and wine before distributing Holy Communion.| Sven Jakstat