Logo

Die Parabel vom ungerechten Haushalter

Ident. Nr.: 170A

ObjID: obj:865229

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Andrea Meldolla (1510 - 1563),
Maler*in
Date(s)
Ausführung: 1550 - 1560
Additional titles
Collection title: Die Parabel vom ungerechten Haushalter
Translation: The parable of the unjust steward
Geographical references
Venedig,
Stadt
Material / Technique
Leinwand
Dimensions
Bildmaß: 25 x 79 cm
Acquisition
1845 Ankauf vom Direktor des Berliner Kupferstichkabinetts Wilhelm Eduard Schorn

Object Description

Die vorzügliche Szene und deren Pendant (170B) mit der Parabel vom Weinberge des Herrn wurden mit Zuschreibung an den aus Dalmatien stammenden Andrea Meldolla, genannt Schiavone 1845 vom Direktor des Berliner Kupferstichkabinetts Eduard Schon erworben. Schiavones als Urheber wurde oft angezweifelt. Fröhlich-Bum (1913/14, S. 214) lehnt die Zuschreibung ab. Suida (1938, S. 169-184) seinerseits schrieb die Leinwände Veronese zu, mit der Vermutung, dass diese Cassoni geschmückt hatten. Nur Berenson (1897, S. 130; 1932, S. 518; 1936, S. 446; 1957, S. 159) blieb dem Verweis an Meldolla treu.
Die ersten Kunsthistoriker, die sich unmittelbar nach der Erwerbung der Gemälde geäußert hatten, nämlich Crowe und Cavalcaselle (1877, S. 714), stornierten eine Zuschreibung an Tizian zu Gunsten Lorenzo Lottos ("Nette und geschickt behandelte Skizzen in dem ansprechenden Stil und Ton des Lorenzo Lotto"). Suida (1938, S, 175-176) unterstrich die Ähnlichkeiten zwischen den Berliner Parabeln und sechs Leinwänden des Ashmolean Museums in Oxford, als Frühwerke des Veronese.

Vermutlich im Mai 1945 im Leitturm des Flakbunkers im Berliner Friedrichshain vernichtet.
________________________________________________________________

Most likely destroyed in May 1945 in the control tower of the flak tower in Berlin Friedrichshain.

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Gemäldegalerie

Additional items from the collections

Bildnis eines jungen Mannes

Bildnis eines jungen Mannes

Versonnen blickt der dunkelhaarige junge Mann nach rechts in die Ferne. Von seinem schwarzen Gewand hebt sich ein kostbarer, weißer Spitzenkragen ab, auf den sein langes Haar fällt. Maratti präsentiert den Dargestellten hier schlicht und unprätentiös, zugleich jedoch sehr würdevoll und elegant. Durch eine Inschrift auf der Rückseite sind uns heute Entstehungsjahr und -ort des Gemäldes bekannt, sowie das Alter des Dargestellten. Als er sich 1663 in Rom porträtieren ließ, war er 24 Jahre und drei Monate alt. Maratti gehörte zu den begehrtesten Malern in Rom und arbeitete für die höchsten gesellschaftlichen Kreise, u.a. auch für Papst Clemens IX., dessen von Maratti geschaffenes Bildnis heute zu den bedeutendsten Porträts des 17. Jahrhunderts zählt.| Britta BodeSIGNATUR / INSCHRIFT: Auf der Doublierleinwand Transkription (des 19. Jh.) einer alten Inschrift: AETATIS VAE XXIV / ET III MENS / IN ROMA 1663 / C.M.F.___________________________________________________________________________With a pensive gaze, a dark-haired young man looks to the right into the distance. His long hair falls on the sumptuous, white lace collar that stands out against his black garment. Maratti presents the portrayed modestly and unpretentiously, yet also elegantly and dignified. An inscription on the back tells us the year and place of creation, as well as the age of the portrayed. In 1663, when he was painted in Rome, he was 24 years and three-months-old. Maratti was one of the most sought after artists in Rome and worked for the social elite, including Pope Clemens IX, whose portrait is considered one of the most important paintings of the 17th century.| Britta Bode