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Die Erscheinung Christi vor Maria Magdalena (Teilstück vom Münnerstädter Retabel)

Ident. Nr.: 2628

ObjID: obj:866140

Details (expert)

Creator/Entity
Tilman Riemenschneider (7.7.1531),
Bildhauer*in
Date(s)
1490–1492
Systematics/Type
Additional titles
Collection title: Die Erscheinung Christi vor Maria Magdalena (Teilstück vom Münnerstädter Retabel)
Noli me Tangere
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Deutschland
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 143,5 x 101,5 x 7 cm (Relief)
Höhe x Breite x Tiefe: 159 x 118 x 10,5 cm (Rahmen)
Gewicht: 39,3 kg (gesamt)

Object Description

Im Jahr 1490 erhielt Riemenschneider den Auftrag, für den Chor der Stadtpfarrkirche St. Maria Magdalena in Münnerstadt an der Rhön ein großes Flügelretabel zu liefern und mit Schnitzwerk auszustatten. 1492 wurde dieses Werk ohne die sonst übliche Farbfassung aufgestellt, ›als monochromes‹ Retabel. Jedoch schon 1504/05 erfuhr seine Gestalt durch die Polychromierung des Nürnberger Bildhauers Veit Stoss eine grundsätzliche Veränderung.
Das Berliner Relief stammt vom linken Flügel und zeigt den Gnadenerweis, den Maria Magdalena auf Grund der Umkehr ihres sündigen Lebenswandels erfuhr: Laut Evangelienbericht erschien Christus ihr als erster, noch vor den Aposteln, nach seiner Auferstehung am Ostermorgen. Dargestellt ist der Augenblick, in dem sie ihn erkennt, er ihr jedoch verbietet, ihn zu berühren.

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.