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Die thronende Madonna

Ident. Nr.: 561

ObjID: obj:867437

Details (expert)

Involved
Ausführung: Quentin Massys (1465/66 - 1530),
Maler*in
Dating
Ausführung: 1525
Additional titles
Collection title: Die thronende Madonna
Translation: The Virgin and Child Enthroned
Geographical references
Antwerpen,
Stadt
Material / Technique
Eichenholz
Dimensions
Tafelmaß: 138,2 x 91,5 cm geschweift

Object Description

Massys, der in Löwen als Sohn eines Schmiedes geboren wurde und, der Legende nach, selbst dieses Handwerk erlernt hatte, muß eine gründliche künstlerische Ausbildung erhalten haben. Sie befähigte ihn, der seit 1491 in Antwerpen als freier Meister ansässig war, sich neben den dort tätigen Künstlern, den sogenannten Antwerpener Manieristen, zu behaupten. Massys hat zu einer eigenen künstlerischen Sprache gefunden, in der sich die Überlieferung des 15. Jahrhunderts und die Kunst der italienischen Hochrenaissance, insbesondere Einflüsse Leonardo da Vincis, zu einer harmonischen Einheit verbinden. Die großen Aufträge, die ihm die Gilden und Bruderschaften der reichen Handelsstadt überantworteten, dokumentieren seinen Aufstieg zum führenden Meister Antwerpens. 1517 ließ sich Erasmus zusammen mit seinem Freund Petrus Aegidius von Massys porträtieren und sandte dieses Doppelbildnis dem gemeinsamen Freund Thomas More zur Erinnerung. In seinem Dankesbrief bezeichnet More, der große Staatsmann und Humanist, Massys als den Erneuerer der alten Kunst. Dieses Lob charakterisiert treffend dessen besondere Stellung an der Wende zu einer neuen Zeit. Aus der späten Schaffensperiode stammt die Thronende Madonna, eines der schönsten Werke des von Massys immer wieder behandelten Themenkreises. Die Gottesmutter ist in ganzer Figur annähernd lebensgroß dargestellt. Sie sitzt auf einem steinernen Thron, dessen Seiten mit polierten Säulen aus rötlichem Marmor geschmückt sind. Die Rückwand bildet ein offener, mit gotischem Maßwerk verzierter Bogen, der sich dem halbrunden Abschluß der Tafel einfügt. Maria trägt ein blaues Kleid mit rosa und blaugrau changierenden Ärmeln und einen leuchtendroten Mantel, der in weichen Falten über die Stufe des Thrones bis auf den mit farbigen Fliesen ausgelegten Boden herabreicht. Den Kopf Marias bedeckt ein durchsichtiger Schleier, der über ihre Schultern herabfällt und das auf ihrem Schoß kniende Kind umhüllt. Das Motiv des Kusses, das dem feierlich repräsentativen Madonnenbild einen Zug von Intimität verleiht, entstammt der Kunst aus dem Kreis Leonardo da Vincis. Auch die Behandlung der Gesichter mit den kaum merklichen Übergängen von Licht und Schatten zeugt von der Kenntnis und dem Einfluß der Kunst Leonardos. In der Behandlung der Landschaft und in dem kostbar gemalten Stilleben, das auf dem kleinen Tisch vor dem Thron der Gottesmutter ausgebreitet ist, erweist sich Massys ganz dem Detailrealismus der niederländischen Kunst verpflichtet. Die weiten Ausblicke in die Landschaft zu beiden Seiten des Thrones bekunden den Einfluß der Landschaftskunst Joachim Pateniers, für dessen Landschaften Massys bisweilen die Bildfiguren gemalt hat. Auf den tieferen Bedeutungsgehalt unseres Madonnenbildes weist der umzäunte Garten mit der Rosenhecke und dem Brunnen jenseits des Thrones hin. Er gemahnt an das dem Hohenlied Salomos entnommene Bild des »hortus conclusus«, der die Jungfräulichkeit und Makellosigkeit der Gottesmutter symbolisiert. Symbolische Bedeutung besitzt auch das Stilleben im Vordergrund. Mit den rot leuchtenden Kirschen verband sich ein Hinweis auf das am Kreuz vergossene Blut des Herrn, während der Apfel als Sinnbild der durch Christus getilgten Erbsünde zu deuten ist. Brot und Wein spielen auf das Erlösungsopfer an, das in der Messe seine immerwährende Erneuerung erfährt. Rainald Grosshans | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei – Gemäldegalerie Berlin, 2019
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Massys, who was born in Leuven as the son of a blacksmith, and – according to legend – learned this craft himself, clearly received a thorough artistic training. It allowed Massys, who lived in Antwerp beginning in 1491 as an independent master, to vie with that city’s artists, the so-called Antwerp Mannerists. Massys arrived at a highly individual artistic language that combines the 15th century tradition and the art of the Italian High Renaissance, and in particular the influence of Leonardo da
Vinci, into a harmonious unity. The major commissions awarded to him by the guilds and fraternities of this wealthy merchant town document his ascent to the status of Antwerp’s leading master. In 1517, Erasmus had himself portrayed by Massys together with his friend Petrus Aegidius, and sent the resulting double-portrait to their common friend Thomas More as a memento. In his letter of thanks, the great statesman and humanist More refers to Massys as the renovator of the old art. This praise tellingly characterises his singular status at the turning point of a new era.

The Berlin Virgin Enthroned, which dates from the artist’s final creative period, is one of the most beautiful works by Massys on this theme – a recurrent one in his oeuvre. The mother of God is depicted as a full figure, not much less than life-sized. She sits on a stone throne whose sides are decorated with polished red marble columns. The back of the throne is formed by an arch with Gothic tracery whose contour coincides with the upper terminus of the semi-circular panel. Mary wears a blue gown with sleeves in pink and bluish-grey shot fabric and a luminous red cloak that falls in soft folds across the steps of the throne and all the way down to the floor, which is laid with multi-coloured tiles. The Virgin’s head is covered with a translucent veil that follows across her shoulders and also enfolds the child on her lap.

The motif of the kiss, which endows the ordinarily solemn and imposing images of the Madonna with a hint of intimacy, is derived from the art of the circle of Leonardo da Vinci. Also testifying to an awareness of Leonardo’s art and its influence is the treatment of the faces, with its barely noticeable transitions between light and shadow. In the handling of the landscape and the sumptuous still-life that is spread out on the small table before the throne, Massys reveals his profound debt to the meticulous realism of Netherlandish art. The broad views of the landscape on both sides of the throne evince the influence of the landscape painter Joachim Patinir, for whose landscapes Massys occasionally supplied figures.

Suggestive of the deeper significance of this image of the Madonna is the fenced garden with the rose hedge and fountain situated behind the throne. It invokes the image of the hortus conclusus found in Solomon’s Song of Songs, and symbolizes the virginity and immaculateness of the Mother of God. Laden with symbolic significance as well is the still-life in the foreground. Associated with the bright red cherries is the blood of the Lord that was shed on the Cross, while the apple is interpretable as an emblem of the original sin that is redeemed by Christ. The bread and wine allude to the sacrificial victim, who experiences his perpetual regeneration through the mass. Rainald Grosshans | 200 Masterpieces of European Painting – Gemäldegalerie Berlin, 2019

Last updated: 15.12.2025

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Institution:

Gemäldegalerie

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Das Bild zeigt einen Ausblick in ein weites Tal. Links vorne, aus Buschwerk emporwachsend, erhebt sich ein türmereicher Palast. Eine weitläufige, geschwungene Treppe führt zu einer arenaartig eingefassten Terrasse, die dem Bauwerk vorgelagert ist. Die Architektur des Palastes ist recht eigenartig. Mächtige Türme unterschiedlicher Form bilden die Ecken des Gebäudes. Dazwischen spannen sich Gebäudeflügel und Kolonnaden. Im unteren Teil wirkt der Bau wie eine Festung aus grobem Mauerwerk, an den Ecken mit Quadern verstärkt und nur durch schießschartenähnliche Öffnungen durchbrochen. In den oberen Geschossen bietet die Architektur ein völlig anderes Bild mit von Balustraden umzogenen Balkonen, loggienartigen Bogenstellungen und gekuppelten Fenstern, die von weiteren Bogen überfangen sind. Die Türme enden in tempelartigen Aufbauten mit Laternen. In den oberen Stockwerken scheint sich das Bauwerk ganz der Umwelt zu öffnen. Es hat den Charakter eines Lustschlosses, das, in heiterer Umgebung gelegen, der Unterhaltung seiner Bewohner dient. Diesem Charakter entspricht auch ein Teil des Geschehens, das wir im Bild erkennen. Ein reich gekleidetes Paar steigt auf der Treppe zum Palast empor. Oben wird es von einem Kavalier empfangen, der ihm aus einem großen Pokal, einem »Willkomm«, den Gast trunk darbietet. Ein zweiter Edelmann lehnt an der Balustrade und betrachtet die Szene. Die Mäntel des vornehmen Paares fließen scheinbar zu einer übergroßen Schleppe zusammen, die sich wie ein Teppich über die Treppe hinbreitet. Darauf hat sich am unteren Ende eine Gruppe von Bettlern oder fahrenden Leuten niedergelassen. Der Unterschied des Standes drückt sich – nicht ganz im Einklang mit den Gesetzen der Perspektive - auch im Größenmaßstab der Figuren aus. Nach rechts hin schließt ein Hain von Bäumen das Bild ab. Im Mittelgrund wird der Blick durch eine reich gestaltete Landschaft geführt. Auf Hügeln erheben sich Burgen, weiter im Tal breiten sich Städte mit Palästen und Türmen aus. Die Bogen einer Brücke überspannen in der Ferne einen Fluss, an dessen Ufer sich Gebäude reihen. Weiter dem Horizont zu steigt eine Kette blauer Berge auf, an deren Hänge sich Burgen und Dörfer schmiegen. Nach rechts hin spannt sich ein See, dessen Ufer in der blauen Weite des Horizonts verdämmern. Anmutig und heiter wirkt diese Landschaft. Was die Darstellung besagen soll, ist nicht mit Gewissheit geklärt. Der allegorische Sinn des Bildes liegt offenbar in dem Gegensatz zwischen dem prunkenden Reichtum des Paares, das zum Schlosse zieht, und der Armut der Bettler, die sich auf der Schleppe niedergelassen haben. An der Schleppe der Reichen hängt die Armut, und die Not wohnt an den Schwellen der Schlösser. Der sprichwörtliche Titel, der Bettel sitzt der Hoffart auf der Schleppe, der dem Bild erst später beigelegt wurde, faßt diesen Sinn in Worte. Wesentlicher Ausdruck des Bildes ist der einer heiteren Unwirklichkeit. Auch die Architektur des Palastes ist nicht real, eher verkörpert sie architektonische Träume. Das wird deutlich, wenn man sich den Bau vorzustellen versucht. Das ist deshalb bemerkenswert, weil Altdorfer selbst Baumeister war. Anregungen zu solchen Architekturbildern entnahm er, das lässt sich nachweisen, graphischen Vorlagen. Unter seinen Händen verwandeln sich die nüchternen Stiche in Erscheinungen einer Märchenwelt. Traumhaft wie die Architektur ist auch die Welt, auf die wir blicken. Der Reiz liegt vor allem in der Wiedergabe der lichterfüllten, durchsonnten Landschaft mit blühenden und grünenden Bäumen und Büschen. Die Figuren im Bild leuchten wie Edelsteine und sind trotzdem ganz in die umgebende Landschaft eingebunden. Mäntel und Schleppe des Paares erscheinen wie die Fortsetzung der Treppe und der Terrasse. Figuren und Umwelt werden zu einer Einheit verschmolzen. Die heitere Zuständlichkeit der Landschaft, die sich vor dem Auge wie eine Weltlandschaft ausbreitet, erscheint dabei eigentümlich bewegt und von geheimnisvollem Leben durchpulst.| 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2010SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. rechts unten auf einem Baumstamm: 1531 / AA (verbunden)_____________________________________________________________________________A richly dressed nobleman and his wife are walking up steps to the terrace of a palace. There a cavalier is waiting for them with a magnificent goblet from which to toast their arrival. A family of beggars has settled down on the end of the long train, and the noble couple are unwittingly pulling them along behind. The title of the picture vividly captures the core of the allegory, which could also be slightly altered as “Pride Goeth Before a Fall”.| Prestel Museum Guides - Gemäldegalerie Berlin, 2012

Der Dreikönigsaltar (5 Tafeln)

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Kurz nachdem Hans Baldung Grien die Werkstatt seines Lehrers Albrecht Dürer verlassen hatte, malte er für eine Kirche in Halle, nach einer Überlieferung für die Liebfrauenkirche, zwei Altäre. Einer davon ist der Dreikönigsaltar. Es ist ein dreiteiliger Altar mit beweglichen Flügeln. Klappt man die Flügel vor den Mittelteil, ist die Hauptschauseite mit dem Dreikönigsbild verschlossen. Auf der Außenseite der Flügel sieht man dann zwei weibliche Heilige. Die heilige Katharina von Alexandrien, links, war eine Tochter aus vornehmem Haus. Um ihren Glauben zu bewahren, widerstand sie dem Kaiser Maxentius und erlitt das Martyrium durch Rad und Schwert. Die heilige Agnes, rechts, war eine römische Märtyrerin um 300 n. Chr. Das Lamm, das sie mit sich führt, deutet auf den Gleichklang ihres Namens Agnes mit »agnus« (Lamm) hin und wohl auch auf ihre Gemeinsamkeit mit Christus, dem Lamm Gottes. Die Mitteltafel zeigt den Besuch der drei Weisen aus dem Osten, die das Christuskind, den neugeborenen König, verehren und beschenken. Das Alter der drei, eines Greises, eines Mannes und eines Jünglings, macht deutlich, dass alle Generationen dem neuen König huldigen. Der afrikanische König bezeugt mit den anderen, dass alle Erdteile zur Verehrung Christi gekommen sind. Der stehende König in der Mitte mit dem einprägsamen Blick und den individuellen Zügen stellt vermutlich den Stifter dar. Sein Bildnis erscheint auch – als Kaiser Diokletian – auf dem zugehörigen Sebastiansaltar in Nürnberg, der auch ein Selbstbildnis Baldungs trägt. Vermutlich ist der Stifter ein Mitglied der Familie Wettin, des sächsischen Fürstenhauses. Verschiedene Mitglieder der Familie wurden in Vorschlag gebracht: Ernst von Wettin war zur Zeit, als der Altar gefertigt wurde, Erzbischof von Magdeburg und Bischof von Halle. Er könnte den Auftrag erteilt haben. Es könnte auch sein Bruder, Friedrich der Weise, Kurfürst von Sachsen, gewesen sein. Die schräge Mütze mit dem Blütenkranz, die in wesentlichen Zügen dem Rautenkranz des sächsischen Wappens gleicht, mag eine Anspielung darauf sein. Zu seiten der Mitteltafel sind auf den Innenseiten der Flügel zwei Ritterheilige dargestellt, links der heilige Georg. Nach der Legende war er ein Kriegsmann aus Kappadokien unter Kaiser Diokletian. In einer seiner legendären Taten befreite er eine Prinzessin von einem Drachen. Er ist Patron aller Ritter und Kriegsleute. Ihm gegenüber steht auf dem rechten Flügel der heilige Mauritius. Er war der Anführer der thebaischen Legion, die den Märtyrertod erlitt. Als Patron des Erzbistums war er auch für Halle von hoher Bedeutung. Erzbischof Ernst von Magdeburg, einer der mutmaßlichen Stifter des Altars, errichtete über der Stadt Halle die Festung Moritzburg. Der Dreikönigsaltar gehört mit dem Sebastiansaltar in Nürnberg zusammen. Dieser ist 1507 datiert. Für welche Kirche die beiden Retabel geschaffen wurden, ist nicht bekannt. Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts befanden sie sich im Dom, für den sie möglicherweise von Erzbischof Ernst 1507 in Auftrag gegeben wurden. Der Berliner Altar geht dem Nürnberger stilistisch voraus. Beide Malwerke gehören zu den ersten Arbeiten Baldungs, nachdem er die Dürer-Werkstatt verlassen hatte. Neu für Baldung und der Kunst Dürers fremd ist die Betonung der Figuren, die die Komposition beherrschen. Kennzeichnend für den Stil sind die leuchtende Farbigkeit und die Freude an der Darstellung glänzender Stoffe und blinkender Metallteile. Man hat hierbei an einen Einfluß Cranachs gedacht, dessen Werke Baldung in Sachsen kennenlernen konnte.| 200 Meisterwerke der europäischen Malerei – Gemäldegalerie Berlin, 2019_______________________________________________________________________________Shortly after Hans Baldung Grien had left the workshop of his teacher, Albrecht Dürer, he painted two altarpieces for a church in Halle, traditionally thought to be the Church of Our Lady. One of them is the Three Kings Altarpiece, a three-part altarpiece with moveable wings. When the wings are folded over the middle section, the main display surface with the depiction of the three kings is covered. Onthe outer side of the wings, there are two female saints (fig. left): on the left, Saint Catherine of Alexandria, the daughter of a noble family. In order to adhere to her faith she resisted the Emperor Maxentius and suffered martyrdom by the wheel and the sword. Saint Agnes, on the right, was a Roman martyr around AD 300. The lamb that she is leading alludes to the similarity in the sound of the name Agnes and the Latin word for lamb, agnus, and thus presumably also to her similarities with Christ, the Lamb of God.The middle panel shows the three wise men from the east who have come to pay homage to the Christ child and bring him gifts. The ages of the three kings, one elderly, one middle-aged and the third a youth, underlines the fact that all generations are paying tribute to the new king. The depiction of a black king together with the two others also signifies that people have come from all corners of the Earth to worship Christ. The king standing in the centre with the memorable gaze and individual features probably represents the donor. His portrait also appears – as the Emperor Diocletian – on the Sebastian Altarpiece in Nuremberg, which also carries a self-portrait of Baldung. The donor was probably a member of the Saxon Wettin dynasty. Various members of the family have been suggested: at the time that the altarpiece was made, Ernst von Wettin was archbishop of Magdeburg andBishop of Halle and thus may have commissioned the altarpiece. But it could also be Ernst’s brother, Frederick the Wise, Elector of Saxony. The skewed cap with the wreath of flowers, which in important ways resembles the rhomboid wreath on the Saxon coat of arms, may refer to this.To the sides of the central panel, two equestrian saints are depicted: on the left Saint George, who according to legend was a warrior from Cappadocia under Emperor Diocletian. One of his most legendary deeds was to free a princess from a dragon. He is the patron saint of all riders and warriors. His counterpart on the right wing is Saint Maurice, the leader of the Theban Legion who were martyred. As patron saint of the archbishopric he was a very important figure for Halle. ArchbishopErnst of Magdeburg, one of the probable donors of the altarpiece, built the Moritzburg fortress above the city of Halle.The Three Kings Altarpiece belongs together with the Sebastian Altarpiece in Nuremberg, dated 1507. It is not known for which churches the two altarpieces were intended. At the beginning of the last century, they were in the cathedral, for which they may have been commissioned by Archbishop Ernst in 1507. In terms of style, the Berlin altarpiece is older than the Nuremberg one. Both works are among the first that Baldung did after leaving Dürer’s workshop. A new feature in Baldung’s oeuvre and one that was certainly alien to Dürer’s art is the accentuation of the dominant figures in the composition. Characteristic features of his style are the luminous colours and the artist’s obvious delight in portraying shimmering fabrics and glittering metal. Some see the influence of Cranach at work here, and Baldung would certainly have had an opportunity to get to know Cranach’s work in Saxony.| 200 Masterpieces of European Painting – Gemäldegalerie Berlin, 2019