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Tod der Maria

Ident. Nr.: 2827

ObjID: obj:868307

Details (expert)

Creator/Entity
Arnolfo di Cambio (1240/1245),
Bildhauer*in
Date(s)
um 1300
Systematics/Type
Material / Technique
Marmor
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 60 x 170 x 50 cm
Gewicht: ca. 300 kg

Object Description

Das im Mai 1945 stark beschädigte Fragment ist das Hauptstück der Marientod-Darstellung, die Arnolfo di Cambio als Teil eines Marienzyklus für das rechte Bogenfeld der alten, 1587 abgebrochenen Fassade des Florentiner Domes geschaffen hat. Eine zugehörige Doppelbüste zweier Apostel befindet sich ebenfalls in Berlin.
Die plastische Qualität der unbeschädigt gebliebenen Halbfigur des Apostels Johannes mit dem an hellenistische Skulptur erinnernden Kopf, sowie der den gesamten Marmorblock kennzeichnende monumentale Charakter der Form erzeugen eine Erhabenheit, die das Fragment, trotz des zerstörten Mariengesichtes, noch immer zu einem der großartigsten Werke der italienischen Kunstgeschichte macht.

Last updated: 10.08.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

Liturgischer Teller (Patene)

Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.