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Die Heilige Dreifaltigkeit (Gnadenstuhl)

Ident. Nr.: 229

ObjID: obj:869178

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Francesco Granacci (1469 - 1543),
Maler*in
Date(s)
Ausführung: 1515 - 1517
Systematics/Type
Additional titles
Collection title: Die Heilige Dreifaltigkeit (Gnadenstuhl)
Translation: The Holy Trinity (Seat of mercy)
Geographical references
Entstehungsort: Florenz,
Stadt
Material / Technique
Pappelholz
Dimensions
Durchmesser: 106,3 cm
Acquisition
1821 Ankauf aus der Sammlung des Kaufmanns Edward Solly, Berlin

Object Description

Es ist möglich, wenn nicht wahrscheinlich, dass dieser Tondo mit der Darstellung der Dreifaltigkeit 1515-17 für den Florentiner Edelmannen Pier Francesco Borgherini um gemalt wurde. Anlass war wohl die Dekoration der Camera Nuziale (Hochzeitszimmer) in Palazzo Borgherini zu Florenz für die Hochzeit Borgherinis mit Margherita Acciaiuoli. Die Dekoration gilt als eine der wichtigsten Aufträge des ersten Florentiner Manierismus, bei der Künstler wie Baccio d`Agnolo (hölzerne Struktur des Bettes), Andrea del Sarto, Pontormo, Bachiacca (Geschichten des Joseph von Ägypten) und eben Granacci beteiligt waren.
Ein ähnliches, die Dreifaltigkeit darstellendes Bild, eventuell sogar dasselbe, ist in diesem Kontext von Vasari (1568: Vasari-Milanesi, V, 1880, S. 343) erwähnt worden:
"Fece ancora al medesimo [Pierfrancesco Borgherini] pure a olio una trinità in un Tondo, cioè un Dio Padre che sostiene un Crocifisso".
Der Tondo wurde ursprünglich Mariotto Albertinelli zugeschrieben, wegen des gleichthemigen Tondo in der Gallerie dell`Accademia, Florenz. Eine schwächere Version der Dreifaltigkeit als Tondo, das Werk eines anonymen Florentiner Künstlers, befindet sich im Musée du Petit Palais in Avignon.
Granacci zeigt sich in diesem hervorragenden Gemälde als Befürworter der klassizistischen Linie der Florentiner Malerei zu Anfang des 16. Jahrhunderts, entwickelt u.a. von Albertinelli und besonders von Fra Bartolomeo.

Last updated: 24.08.2026

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Institution:

Gemäldegalerie

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