Logo

Bildnis des Niccolò Strozzi

Ident. Nr.: 96

ObjID: obj:869569

Details (expert)

Creator/Entity
Mino da Fiesole (1430/1431),
Bildhauer*in
Date(s)
Datierung: 1454
Systematics/Type
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Rom
Material / Technique
Marmor
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 50 x 53 x 34 cm
Gewicht: 46,3 kg

Object Description

Niccolò Strozzi (1411-1469) war einer der wichtigsten Bankiere am päpstlichen Hof in Rom. Aus Dokumenten wissen wir, dass er auch ein leidenschaftlicher Feinschmecker war und sicherlich dicker war als diese Büste es uns glauben lässt. Er war einer der ersten, der ein Porträt aus Marmor nach dem Vorbild antiken Imperatoren bestellte.

Niccolò Strozzi (1411-1469) was one of the principal bankers at the papal court in Rome. We know from documents that he was also a passionate gourmand and certainly fatter than this bust would make us believe. He was one of the first personalities to request a portrait in marble on the model of the emperors of Antiquity.

Last updated: 06.10.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

Additional items from the collections

Allegorie des Wahnsinns

Allegorie des Wahnsinns

Die auf einem Segmentbogen lagernde Aktfigur eines kahlköpfigen, finster dreinblickenden Mannes scheint in einem Anfall von Wut mit weit geöffnetem Mund zu brüllen. Aufgrund seines unberechenbaren Temperaments sind die Hände an den Gelenken miteinander verkettet. Nicht nur der sanft geschwungene Giebel, auch die Komposition der darauf ausgestreckten Figur erinnert an Michelangelos lagernde, die Zeiten des Tages symbolisierende Gottheiten aus der Medici-Kapelle in San Lorenzo in Florenz. Insbesondere das Motiv des sich auf dem Unterarm stützenden Armes, der die Aufrichtung des Oberkörpers erlaubt, ist Michelangelos Figur des „Abends“ entlehnt.Das bei seiner Erwerbung 1908 zunächst noch Pietro Tacca (1577-1640) zugeschriebene Modell konnte inzwischen mit überzeugenden Argumenten dem dänischen und überwiegend in England tätigen Bildhauer Caius Gabriel Cibber zugewiesen werden. Die hier dargestelte Allegorie des Wahnsinns ist das Pendant zur Liegefigur der Melancholie, die der Bildhauer als Giebelfiguren für das Hauptportal des Royal Bethlem Hospitals in Moorfields schuf. Das 1247 in Bedlam, vor den Toren Londons gegründete Hospital war seit dem Ende des 14. Jahrhunderts ein Heim für Geisteskranke. Als die Stadt 1666 einem Brand weitgehend zum Opfer fiel, ließ man zwischen 1674 bis 1676 einen Neubau nach den Plänen des Architekten Robert Hooke (1635-1703) außerhalb der Stadt in Moorfields errichten, wofür Cibber schließlich die beiden lebensgroßen Liegefiguren in Stein schuf. Bei dem hier ausgestellten Werk handelt es sich um einen ersten künstlerischen Entwurf des Künstlers.