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Die Fußwaschung Christi

Ident. Nr.: 462

ObjID: obj:869804

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Dirck van Baburen (1592/93 - 1624),
Maler*in
frühere Zuschreibung: Moses Valentin,
Maler*in
Date(s)
Ausführung: um 1617/18
Systematics/Type
Additional titles
Collection title: Die Fußwaschung Christi
Translation: The Washing of the Feet
Geographical references
Herstellungsort: Rom,
Stadt
Entstehungsort stilistisch: Holland,
Region
Material / Technique
Leinwand
Dimensions
Bildmaß: 196,5 x 297,2 cm
Acquisition
1815 Ankauf mit der Sammlung der italienischen Adelsfamilie Giustiniani

Object Description

Der Utrechter Historienmaler Dirck van Baburen war nach seiner Ausbildung in Holland von 1613 bis 1620 in Rom tätig. Hier kam er in Kontakt mit den stilgebenden Werken Caravaggios und schloss sich mit Gerard van Honthorst und Hendrick Terbrugghen zu den Utrechter Caravaggisten zusammen. 1620 kehrte er nach Utrecht zurück und teilte sich für drei Jahre mit Hendrick Terbrugghen ein Atelier. 1624 verstarb Baburen im Alter von nur 32 Jahren.
Das Berliner Bild zeigt das Thema der Fußwaschung Christi. Christus wies die Jünger an sich der Reinheit wegen die Füße zu waschen und kündigte den Verrat durch einen von ihnen an. Bis auf Petrus blickten sich die folgsamen Jünger daraufhin erschrocken an und fragten sich, wen er mit dieser Vorhersage meinte (Johannes 13, 1-22). Baburen stellt Christus im roten Gewand kniend vor Petrus dar. Dieser sträubt sich gegen die Fußwaschung, während die anderen Jünger ringsum ihr Erstaunen kundgeben. Die Figuren treten aus einem dunklen, kaum definierten Grund ins Licht. Je weiter sie auseinander treten, desto mehr werden sie von einem helleren Lichtschein erhellt. Es sind von Caravaggio übernommene technische Eigenheiten, die den Raum auf diese Weise optisch greifbar machen. Auch motivische Parallelen bestehen, vor allem in der Gruppe der Jünger links, die angeregt sind von Caravaggios erster Altarbildfassung der Contarelli-Kapelle in S. Luigi die Francesi.

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Gemäldegalerie

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