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Die Schachpartie

Ident. Nr.: 574A

ObjID: obj:871191

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Lucas van Leyden (1494-1533),
Maler*in
Date(s)
Ausführung: 1508
Additional titles
Collection title: Die Schachpartie
Translation: The Chess Game
Geographical references
Material / Technique
Eichenholz
Dimensions
Bildmaß: 28,1 x 36 cm
Acquisition
1874 Ankauf mit der Sammlung des Bankiers Barthold Suermondt

Object Description

Als sich Dürer 1521 in Antwerpen aufhielt, traf er mit Lucas van Leyden zusammen. Er notierte in seinem Tagebuch: »Mich hat zu Gast geladen Meister Lucas, der in Kupfer sticht, ist ein kleins Männlein und bürtig von Leyden aus Holland.« Bei dieser Gelegenheit hat Dürer eine Porträtskizze des Künstlers angefertigt und mit ihm Kupferstiche getauscht. Für Lucas van Leyden muß die persönliche Begegnung mit Dürer von besonderer Bedeutung gewesen sein, da dessen Graphik ihm weit entscheidendere Anregungen vermittelt hat als die spätgotisch manieristische Kunst seines Lehrers Cornelis Engebrechtsz. Carel van Mander, der Biograph der niederländischen Künstler, rühmt Lucas van Leyden, der jung verstarb, als ein frühreifes Talent. Bereits mit neun Jahren soll er den Grabstichel sicher gehandhabt und schon wenige Jahre später sein erstes Bild gemalt haben. Folgt man dem von van Mander überlieferten Geburtsdatum, dann hätte der junge Künstler seine Schachpartie bereits mit 14 Jahren gemalt. In der Tat ist das Bild in jeder Hinsicht bemerkenswert. Es ist eines der ersten Genrebilder der holländischen Malerei, eine der Inkunabeln dieser neuen Bildgattung, die sich im 17. Jahrhundert so großer Beliebtheit erfreuen sollte. Die Szene erweckt den Eindruck, als sei sie dem täglichen Leben abgeschaut. Sie ist in Wahrheit jedoch so sorgsam komponiert wie eine kunstvoll inszenierte Theateraufführung und enthält wie diese eine an den Betrachter gerichtete Botschaft. Das kleine Halbfigurenbild zeigt insgesamt zwölf Personen, zehn Männer und zwei Frauen, die dichtgedrängt neben- und hintereinander angeordnet sind. Der Schauplatz des Geschehens ist zu einer dunklen Folie reduziert, von der sich die differenziert gestalteten und in die verschiedenen Richtungen gewendeten Gesichter prägnant abheben. Im Mittelpunkt steht das Spiel zwischen einer Dame und einem jungen Mann, deren Spielzüge einige der Zuschauer mit regem Interesse verfolgen. Die junge Dame wird bei ihrem vielleicht entscheidenden Zug von einem älteren Mann beraten. Das Gesicht ihres Gegenspielers scheint Überraschung, vielleicht auch verhaltene Überlegenheit auszudrücken. Er hat sich zur Seite gewendet, die Mütze abgenommen und kratzt sich nachdenklich am Kopf. Das Schachbrett weist 12 x 8 Felder auf. Es handelt sich um das seit dem 13. Jahrhundert übliche Kurierspiel, bei dem jeder Teilnehmer zusätzlich vier Bauern sowie als neue Figuren zwei Kuriere, einen Berater und einen Nachzügler (Courier, Mann-Rath, Schleich) erhielt. Zur Frage nach der Bedeutung des Spiels und des Bildes sei daran erinnert, daß die strengen Regeln des Schachspiels seit altersher mit der Ordnung der menschlichen Gesellschaft gleichgesetzt wurden, in der der König mehr vermag als der Bauer. Daneben galt das Schachspiel vor allem als Metapher für Liebe und Liebesspiel. Darstellungen junger Paare beim Schachspiel im Liebesgarten unterstreichen den erotischen Aspekt. Dabei ist der Ausgang des Wettstreits letztlich von untergeordneter Bedeutung, da dem Verlierer beim Spiel das Glück in der Liebe winkt. In seinem kompositionell verwandten Bild der Kartenlegerin (um 1509; Paris, Musée du Louvre) zeigt Lucas van Leyden eine junge Frau, die einem Jüngling die Zukunft voraussagt und ihm dabei, als Zeichen ihrer Zuneigung, eine Blume überreicht. Der hinter ihr stehende Narr verdeutlicht, daß der Jüngling in seiner törichten Verblendung den Listen des Weibes erliegt. Unter diesem Aspekt muß auch die besondere Aussage der Schachpartie gesehen werden. Sie knüpft an das Thema der »Weibermacht« an, dem Lucas van Leyden allein zwei Zyklen seines graphischen Schaffens gewidmet hat. Rainald Grosshans | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei – Gemäldegalerie Berlin, 2019
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In 1521, when Dürer was staying in Antwerp, he became acquainted with Lucas van Leyden. In his diary, he notes: “Master Lucas, who engraves in copper, has invited me; he is a little man, and was born in Leyden in Holland, but now lives in Antwerp.” On this occasion, Dürer executed a portrait sketch of the artist, and exchanged engravings with him. For Lucas van Leyden, a personal meeting with Dürer must have had a very special significance, since the print works of the German artist had
supplied him with far more decisive stimuli than the late Gothic Mannerism of his teacher Cornelis Engebrechtsz.

Carel van Mander, the biographer of the Netherlandish artists, praised Lucas van Leyden, who died young, as a precocious talent. He is said to have handled the engraving burin with confidence when he was just nine years old, and to have painted his first picture just a few years later. If we accept the date of birth supplied by van Mander, then the young artist must have executed his Game of Chess when he
was just 14 years old. In fact, the picture is remarkable in a number of respects. It is the first Netherlandish genre painting, one of the incunabula of this new pictorial genre, which would enjoy such enormous popularity in the 17th century. The scene makes the impression of being drawn directly from daily life. In truth, however, it is as painstakingly composed as an artfully staged theatre production, and like a play, conveys a specific message to the beholder. This small picture, composed
of half figures, contains altogether twelve people, ten men and two women, all densely arranged alongside and behind one another. The setting of the action has been reduced to a dark backdrop, from which the highly individualised faces, all turned in various directions, are set off distinctly. At the centre, a chess match is underway between a woman and a young man, its progress followed by some of the onlookers with keen interest. The young woman receives advice from an older man, perhaps concerning a decisive move. Her opponent’s face seems to express astonishment, and perhaps restrained embarrassment as well. He turns towards the side, having removed his hat, and scratches his head thoughtfully. The chess board displays 12 × 8 fields. The game in question is Courier Chess, customary beginning in the 13th century, in which each player has four additional pawns as well as new figures, namely two couriers, a sage, and a jester (Courier, Mann-Rath, Schleich).

In addressing the question of the meaning of the game in this image, it is worth recalling that the strict rules of chess had been equated since time immemorial with the ordering of human society, in which the king has more prerogatives than the peasant. Chess was also regarded as a metaphor for love and the rituals of courtship. The erotic dimension was underscored by depictions of young couples
playing chess in a garden of love. The outcome of the competition, meanwhile, is a secondary concern, since the loser of the game can look forward to the joys of love. In a compositionally related picture known as The Fortuneteller (circa 1509; Paris, Musée du Louvre), Lucas van Leyden depicts a young woman who foretells the future of a youth, at the same time handing him a flower as a token of her inclinations. The presence of a fool, who stands behind her, suggests that the youth, in his foolhardy blindness, will soon succumb to the woman’s guiles. The specific message of The Game of Chess should be interpreted in the same spirit. It takes up the theme of the “power of women”, to which Lucas van Leyden devoted two cycles of print works. Rainald Grosshans | 200 Masterpieces of European Painting – Gemäldegalerie Berlin, 2019

Last updated: 03.07.2026

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Institution:

Gemäldegalerie

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Simson und Delila

Simson und Delila

Verse aus dem alttestamentarischen Buch der Richter, die von List und Verrat bestimmt sind, wurden hier von dem preußischen Hofmaler Antoine Pesne bildkünstlerisch umgesetzt. Danach (AT) war der Israelit Simson von Gott dazu auserwählt, sein Volk von der Fremdherrschaft der Philister zu befreien. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Kraft kämpfte Simson erfolgreich gegen die Besatzer. Seine Stärke verdankte er seinen ungeschorenen Haaren, denn Gott hatte verfügt, dass kein Schermesser je sein Haupt berühren solle. Die bei den altorientalischen Völkern verankerte Vorstellung, dass üppiger Bart- und Haarwuchs Gewähr für männliche Kraft bietet, fand hier ihren Niederschlag.Simson verliebt sich in die schöne Delila und verrät ihr das Geheimnis seiner übermenschlichen Kraft. Delila verrät Simson an die Fürsten der Philister und gewährt ihnen Zugang zum schlafenden Geliebten. Die Philister schnitten Simson im Schlaf seine Locken ab und nahmen ihm so seine Stärke.Die Gruppe der Hauptfiguren bildet ein gedachtes Dreieck, das auf einem Postament angeordnet ist. Hierdurcch wird eine stabile Komposition geschaffen, welche der Unruhe der Assistenzfiguren entgegenwirkt. Unverkennbar sind die koloristischen Anregungen der flämischen und italienischen Malerei des 17. Jahrhunderts.  Der Franzose Pesne, welcher zu diesem Zeitpunkt bereits in Berlin lebte und für den Preußischen Hof arbeitete, bemühte sich 1719/20 um die Aufnahme in die Pariser Académie royale de peinture et de sculpture. Vorab schickte er seinem Freund, dem Maler und Akademiemitglied Nicolas Vleughels, zur Einschätzung eine Skizze dieser Komposition nach Paris. Möglicherweise studierte auch Jean Antoine Watteau Pesnes Federzeichnung. In der Folge entschloss sich Pesne, eine veränderte Gemäldefassung zu schaffen, mit der er sich dann im Juli 1720 erfolgreich um die Mitgliedschaft in der Pariser Akademie bewarb. Es darf angenommen werden, dass Pesne die Berliner Erstfassung nie nach Paris schickte. Sie dürfte sich später im Eigentum seines bedeutenden Schülers Christian Bernhardt Rode befunden haben.

Maria mit dem Kind

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Die künstlerische Zusammenarbeit war ein zentrales Thema der flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts. So spezialisierten und konzentrierten sich einige Maler auf ganz bestimmte Aufgabenbereiche. Auch in der großen Antwerpener Werkstatt von Peter Paul Rubens kam es häufig zu einem Teamwork von Spezialisten. Ein treffliches Beispiel für diese Form der Zusammenarbeit bietet das Gemälde Maria mit dem Kind.Die Bildidee geht zweifelsohne auf Rubens selbst zurück, der die stehende Gottesmutter hinter einer mit einem persischen Blumenteppich bedeckten Balustrade präsentiert. Sie blättert in einer reich ausgestatteten Handschrift und hält locker mit ihrer rechten Hand das stehende Christuskind, dem sie ihre Brust gibt. Zunächst legte wohl ein Mitarbeiter aus Rubens` gut besetzter Werkstatt, möglicherweise nach einer heute nicht mehr existierenden Skizze des Meisters, das Bild in groben Zügen an. Der Bereich der Gottesmutter und des Christuskindes wurde dann von Rubens` eigener Hand zu guter Letzt noch einmal gründlich überarbeitet. Dadurch erfuhr die Mutter-Kind-Gruppe entscheidende, eigenhändige Veränderungen, so dass sie erst unter Rubens` Pinselführung zur jetzigen Einheit zusammenwachsen konnte.Für die Rosenranken und die mit Frühlingsblumen bestückte Blumenvase bediente sich Rubens eines Spezialisten, dessen Identifizierung bis zum heutigen Zeitpunkt Probleme bereitet. Zur Diskussion stehen Jan Brueghel d. Ä. (1568-1625) und sein Sohn Jan Brueghel d. J. (1601-1678). Lange Zeit datierte man das Gemälde kurz vor Mitte der 20er Jahre und sah bezüglich der Blumen den Schöpfer in Jan Brueghel d. Ä. Heute hält man das Gemälde aus stilistischen Gründen für ein Rubenswerk der Jahre 1625/28. Da mit dem 12. Januar 1625, dem Todestag Jan Brueghels d. Ä., ein terminus ante quem für die Mitarbeit an dem Gemälde vorhanden ist, müsste man die Blumen konsequenter Weise dem Sohne zuschreiben. An der ausführenden Hand des Fruchtkorbes im rechten Vordergrund bestand hingegen in der Forschung nie ein Zweifel. Einhellig sehen in ihm die Experten den Pinselstrich des Stilllebenmalers Frans Snyders (1579-1657), mit dem Rubens eine freundschaftliche Beziehung verband und den er des Öfteren als Spezialisten für Stillleben und Tiere bei seinen Gemälden heranzog.

Roelof de Vos van Steenwijk

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In ungewöhnlich großen goldenen Lettern fasst die Inschrift den Kopf des Dargestellten  (um 1504 - um 1564) ein. Dass der goldene Ring am linken Ringfinger das Wappen der holländischen Familie de Vos van Steenwijk zeigt, wurde schon im 19. Jahrhundert erkannt, allerdings herrschte lange keine Klarheit über die genaue Identität des Porträtierten. Die Identifizierung mit einem gewissen Roelof geht auf den Historiker und Genealogen Albrecht Nicolaas Baron de Vos van Steenwijk (1976) zurück. Diesem zufolge wurde Roelof 1505 als unehelicher Sohn von Reynalt de Vos van Steenwijk und Agnes van Ittersum geboren, im Februar 1537 wurde in Brüssel die Abstammung des damals etwa 31-Jährigen formal in einem Brief von Kaiser Karl V. anerkannt. Bald darauf heiratete er die Kölnerin Catharina Bellinckhausen, 1543 wird eine gemeinsame Tochter erwähnt. Vor 1548 ließ Roelof sich in Antwerpen nieder, wo er vor 1564 gestorben ist. Die aufrecht nach rechts gewandte Haltung des de Roelof Vos van Steenwijk, der aus dem Bild nach rechts und nicht auf den Betrachter blickt, spricht sehr dafür, dass dieses Porträt ursprünglich auf ein Gegenstück hin konzipiert war. Denkbar ist in Anbetracht der Tatsache, dass Roelof zwischen 1537 und 1543 geheiratet hat, dass es als Verlöbnisbild oder aber anlässlich der Eheschließung – mit einem möglichen Pendant der Gattin – in Auftrag gegeben wurde.| Christine SeidelSIGNATUR / INSCHRIFT: ANNO 1541 ETATIS SUAE 37

Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) mit seiner Gemahlin und seinen Kindern (9 Teile)

Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) mit seiner Gemahlin und seinen Kindern (9 Teile)

Medaillonkette mit den Darstellungen von Pfalzgraf Philipp (1627 - 1655), Pfalzgräfin Henriette (Fürstin von Siebenbürgen, 1626 - 1651), Pfalzgraf Moritz (1620 - 1652), Pfalfgräfin Elisabeth (Äbtissin von Herford, 1618 - 1680), Pfalzgraf Karl Ludwig (Kurfürst von der Pfalz, 1617 - 1686), das Herrscherpaar Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (König von Böhmen, 1596 - 1632), Kurfürsten Elisabeth von der Pfalz (Königin von Böhmen, 1596 - 1662), Pfalzgraf Rupert (1619 - 1682) und Pfalzgräfin Luise Hollandine (Äbtissin von Maubuisson, 1622 - 1709).Sieben der Darstellung sind mit mit den Initialen des Künstlers versehen. Die des Herrscherpaares jedoch nicht, diese weisen auf stilistische Anregungen durch Gemälde von Hoskins d. Ä. oder van Dycks hin. Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz vermählte sich 1613 mit Elisabeth Stuart, der Tochter Jakobs I. von England. Damit waren Hoffnungen auf eine Stärkung der evangelischen Pfalz im Reich verbunden. Im Jahre 1616 heiratete die Schwester des Pfälzers, Elisabeth Charlotte, den brandenburgischen Kurprinzen Georg Wilhelm. 1619 wählte die böhmischen Stände Friedrich V. von der Pfalz zu ihrem König, womit sie die rechtmäßige Herrschaft Kaiser Ferdinand II. mißachteten. Die Unbotmäßigen votierten damit für den Glaubensgenossen Friedrich V. als Haupt der protestantischen Union. Dieser Entscheidung widersetzte sich das Haus Habsburg. Der lebenslustige und risikobereite "Winterkönig" (Freidrich V.) schöpfte die neue königliche Würde reichlich aus. Jedoch weder England noch die Niederlande oder Brandenburg konnten dem Glaubensbruder wegen eigener innenpolitischen Schwierigkeiten beistehen. Auf diplomatischen Druck Englands und Frankreichs hin verhielt sich die protestantische Union neutral, was zu einer Isolierung Friedrich V. führte (3. Juli 1620: Ulmer Vertrag). Am 8. November 1620 stand der "Winterkönig" den Heeren des Kaisers, Kursachsens und Spaniens in der Schlacht am Weißen Berg bei Prag gegenüber. Schon nach einer Stunde beherrschten die Armeen der katholischen Liga unter Tillys Kommando die Walstatt. Friedrich V. und Familie flohen zuerst zum Schwager nach Brandenburg. Im Neumärkischen Küstrin an der Oder wurde noch im selben Jahr (1620) Pfalzgraf Moritz geboren. In Gefangenschaft von Seeräubern ist er später in Algier verschollen. Pfalzgraf Ruprecht studierte 1634 gemeinsam mit dem brandenburgischen Kurprinzen (seit 1675 der Große Kurfürst genannt) in Leiden. Die einstige böhmische Königin und Tante des Hohenzollern, Elisabeth von der Pfalz, lebte seit Beginn ihres Wittums (1632) in Rhenen bei Arnheim.Die Medaillonkette wurde am 19. März 1689 unter der Inv.Nr.53 auf die Kunstkammer im Berliner Schloß gegeben. Schon das Inventar von 1694 meldete den Verlust des Miniaturporträts von Pfalzgraf Gustav, welcher einjährig starb. Inzwischen fehlen zwei weitere Bildnisse. Aleander Cooper (um 1605 London - 1660 Stockholm) - einer der bedeutendsten Miniaturmaler - war seit 1631 im Haag tätig, wo er wohl auch die Berliner Medaillonkette schuf (R.M.).SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. Auf den beiden Deckeln unter einer Königskrone: SHE? (verbunden)Porträts von links:1. rechts unten im Grund: A[C]; Rückseite: Philippus P.P. / Aet: 5: / 26 Octobrio 1632; 2. links im Grund: AC; Rückseite: Herriette P.P. / Aet. 6: / 7 Juli 1632.;3. links im Grund: AC; Rückseite: Mauritius P.P. / Aet: 11: / 6 Januari 1632.;4. Rückseite: Elisabetha, P.P. / Aet: 13: / 26 Nouem: 1632; 5. rechts unten im Grund: AC; Rückseite: Carolus. P.P.E. / Aet. 14: / 22 Decem 1632.;6. Rückseite: Federicus R•B• / AET: 36 / 16 Augus 1632.7. Rückseite: Elisabetha R• B• / Aet 36: / 19 Augus 1632;8. Rechts unten im Grund: AC; Rückseite: Rupertus P•P• / Aet: 12: / 17 Decem 1632.;9. rechts im Grund: A[C]; Rückseite: Louisa P•P•. / Aet: 10: / 8 April: 1632.;10. Porträt verschollen; Rückseite: Eduardus P•P• / Aet: 8: / 6 Octobrio 1632•; 11. Porträt verschollen; Rückseite: Sophia P•P• / Aet: 2: / 14 Octobris 1633•12. Porträt verschollen; Rückseite: Gustavus P•P• / Aet: 1: / 4 Januari 1633