Logo

Der thronende heilige Antonius Abbas im Pluviale

Ident. Nr.: 1284

ObjID: obj:871279

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Bernado Marinoni (1493 - 1533),
Maler*in
Ausführung: Antonio Marinoni (15./16 Jahrhundert),
Maler*in
Date(s)
1. Drittel 16. Jahrhundert
Systematics/Type
Additional titles
Collection title: Der thronende heilige Antonius Abbas im Pluviale
Translation: Saint Anthony Abbas enthroned in the cope
Geographical references
Entstehungsort: Lombardei,
Region
Material / Technique
Pappelholz
Dimensions
Bildmaß: 158,2 x 97 cm
Acquisition
1821 Ankauf aus der Sammlung des Kaufmanns Edward Solly, Berlin

Object Description

Diese lombardische Tafel wurde der Art von Ambrogio Bergognone (1450-1523) zugeschrieben (Vorratsverzeichnis 1886, S. 18). Erst 1994 schlug Franco Moro in einem Schreiben an Erich Schleier eine Zuschreibung an den Maler aus der Provinz Bergamo, Bernardo oder Antonio Marinoni vor, Beide Brüder sind dokumentiert von 1493 bis ante 1547 (Antonio), bzw. ante 1533 (Bernardo). Die Kultur der Marinoni beruht in provinzieller Weise ausgerechnet auf den Stil des Bergognone und des Foppa, mit Anklängen modernerer Hinweise auf Zenale und andere mailänder Nachfolger von Leonardo.
Oft, wie bei dem Berliner Antonius Abbas, zeigt sich eine sehr altmodische, quasi neogotische Neigung, definiert von harten, unrealistischen, Gesichtszügen und perspektivischen Schwierigkeiten.

Last updated: 03.07.2026

Contact

Institution:

Gemäldegalerie

Additional items from the collections

Bildnis eines jungen Mannes

Bildnis eines jungen Mannes

Versonnen blickt der dunkelhaarige junge Mann nach rechts in die Ferne. Von seinem schwarzen Gewand hebt sich ein kostbarer, weißer Spitzenkragen ab, auf den sein langes Haar fällt. Maratti präsentiert den Dargestellten hier schlicht und unprätentiös, zugleich jedoch sehr würdevoll und elegant. Durch eine Inschrift auf der Rückseite sind uns heute Entstehungsjahr und -ort des Gemäldes bekannt, sowie das Alter des Dargestellten. Als er sich 1663 in Rom porträtieren ließ, war er 24 Jahre und drei Monate alt. Maratti gehörte zu den begehrtesten Malern in Rom und arbeitete für die höchsten gesellschaftlichen Kreise, u.a. auch für Papst Clemens IX., dessen von Maratti geschaffenes Bildnis heute zu den bedeutendsten Porträts des 17. Jahrhunderts zählt.| Britta BodeSIGNATUR / INSCHRIFT: Auf der Doublierleinwand Transkription (des 19. Jh.) einer alten Inschrift: AETATIS VAE XXIV / ET III MENS / IN ROMA 1663 / C.M.F.___________________________________________________________________________With a pensive gaze, a dark-haired young man looks to the right into the distance. His long hair falls on the sumptuous, white lace collar that stands out against his black garment. Maratti presents the portrayed modestly and unpretentiously, yet also elegantly and dignified. An inscription on the back tells us the year and place of creation, as well as the age of the portrayed. In 1663, when he was painted in Rome, he was 24 years and three-months-old. Maratti was one of the most sought after artists in Rome and worked for the social elite, including Pope Clemens IX, whose portrait is considered one of the most important paintings of the 17th century.| Britta Bode