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Philipp Melanchthon

Ident. Nr.: 5856

ObjID: obj:871855

Details (expert)

Creator/Entity
Georg Schweigger (1613.04.06),
Bildhauer*in
Date(s)
Datierung: 1638
Material / Technique
Bronze, feuervergoldet
Dimensions
Durchmesser x Tiefe: 11,0 x 1,8 cm (mit Rahmen)

Object Description

Das Bildnismedaillon gehört zu einer Serie von acht so genannten Humanisten- oder Reformatoren-Medaillen, die der Nürnberger Bildhauer und Medailleur Georg Schweigger 1638 fertigte. Neben den drei Porträts der Berliner Skulpturensammlung schuf der Künstler noch die Bildnisse von Kaiser Maximilian I., Kaiser Karl V., Martin Luther, Erasmus von Rotterdam sowie Albrecht Dürer, der als einziger Künstler dargestellt wurde. Bei den Porträts von Willibald Pirckheimer und Philipp Melanchton nahm Schweigger die berühmten Kupferstiche Albrecht Dürers aus den Jahren 1524 bzw. 1526 zum Vorbild. Die Medaillons sind somit Ausdruck der zu Beginn des 17. Jh. einsetzenden Dürer-Renaissance. Die Berliner Porträts gehören zu den wenigen eigenhändigen Arbeiten Schweiggers. Sie zeichnen sich nicht nur durch ihre Vergoldung aus, sondern auch durch ihre lebensnahe Modellierung und ihre preziöse Ziselierung.

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Würfelkapitell mit Palmetten- und Blattornament

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Das Kapitell ist aus der Grundform des Würfels entwickelt und an allen vier Seiten ausgearbeitet. An den vier Schildflächen erscheinen leicht alternierende vegetabile Ornamente im flachen Relief. Es stammt aus dem Benediktinerkloster auf dem Huy, ein in fränkischer Zeit militärisch genutzter Höhenrücken im nördlichen Harzvorland. Von Beginn an stand das Kloster unter dem Schutz der Halberstädter Bischöfe, Burchard I. hatte neben der Marienkapelle auch eine Pfalz errichtet. Die Klosterchronik des 12. Jahrhunderts erwähnt die Fertigstellung des „monasteriums“ noch in der Regierungszeit Abt Alfrieds. Der Kreuzgang, der noch stehende, zweigeschossig gewölbte Bau an der Westseite des Südflügels und möglicherweise auch Gebäude östlich der Kirche können erst nach 1150 fertiggestellt worden sein. Dieser späteren Phase gehört wohl auch das Kapitell an. Im südlichen Abschnitt des Ostflügels hat es noch einen Zweistützenraum mit den bekannten Basen gegeben, in dem dieses Kapitell aufgestellt gewesen sein könnte. Die Bildhauer, die im dritten Viertel des 12. Jahrhunderts zum Ausbau der Huysburger Klausurgebäude herangezogen wurden, haben unter Verwendung des in Sachsen seit dem 11. Jahrhundert üblichen Würfelkapitells, aber auch der korinthischen Ordnung, vor allem durch die ausgeprägte Dreidimensionalität der Formen neue Maßstäbe in der Region gesetzt. Das ornamentale Kapitell ist eng mit der Bauskulptur des nördlichen Harzvorlandes verbunden und man kann davon ausgehen, dass die meisten der auf der Huysburg tätigen Bildhauer in sächsischen Werkstätten ausgebildet wurden und wohl auch an verschiedenen Baustellen der Region tätig waren.(Auszug aus: Tobias Kunz, Bildwerke nördlich der Alpen. 1050 bis 1380. Kritischer Bestandskatalog der Berliner Skulpturensammlung, Petersberg, Michael Imhof Verlag 2014)