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Chemisenkleid mit Schleppe

Ident. Nr.: 2003,KR 99

ObjID: obj:883438

Details (expert)

Date(s)
1795-1800
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: England
Dimensions
Länge: VL. 150 cm
Länge: RL. 157 cm

Object Description

Die Fülle dieses einteiligen Chemisenkleides wurde im Rücken in dekorative Fältchen gelegt, die in die Weite des Rocks übergehen. In Höhe der Taille sind an zwei übersponnenen Kugelknöpfen schmale Bindebänder fixiert, mit denen das vorn offenen Keid unter der Brust gebunden wird. Der hohe Rücken, die halblangen Ärmel und die Fülle des Rocks legen eine Datierung des Kleides zwischen 1795 und 1800 nahe. Der vermutlich aus Indien für den europäischen Markt hergestellte Baumwollmusselin hat zarte eingewebte Streifen und dazwischen aufsteigende, gestickte Ranken und Streublümchen. ChrW

Last updated: 29.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

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Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa