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Kopie eines Tisches mit alttestamentarischen Szenen

Ident. Nr.: K 2611

ObjID: obj:887164

Details (expert)

Creator/Entity
Hans Sebald Beham (1500-1550),
Entwerfer*in
Ausführung: Jacques Noël Marie Frémy (1782 (abweichendes Geburtsjahr 1784) - 1866 (abweichendes Todesjahr 1867)),
Maler*in
Ausführung: Frichet (tätig im 19. Jahrhundert),
Kunsttischler*in
Date(s)
1844
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Frankreich
Material / Technique

Object Description

Inventareintrag: Tisch. Copie des in den Tuillerien befindlichen v. M. Beham. Tischfuß von Ebenholz mit vergoldeten Bronzebeschlag. In Fuß Vorrichtung, um die Tischplatte in die Höhe zu schrauben. Inschrift: Fait en 1844 par Frichet Ebeniste aux palais des Tuilleries. Tischplatte mit Oelgemälde in vergoldetem Bronzerahmen, 4 Scenen aus der Geschichte des David,. N. 1. Einzug Sauls und David in Jerusalem nach Beendigung des Krieges gegen die Philister. Unter der Darstellung Inschrift: Tert David primos Saule praelatus honores, dum novus occiso miles ab hoste redit I. Regnum XVIII. N. 2. David sieht Bathseba im Bade und ferner David übergibt den Urias den Brief. An der Ballustrade rechts Cardinal Albrecht von Brandenburg, Churfürst von Mainz und Bischof v. Magdeburg, vor ihm Schrifttafel mit seinen Titeln, mit Gefolge. Neben dem Bilde Schrift: Hanc videt et subite visae rex ardet amore, glixet ad infandam saen libido nerem II. Reg. XI. N. 3. Tod des Urias, Lager und Bestürmung einer Stadt, rechts im Vordergrund giebt Urias seinen Brief an den Feldherrn ab. Darüber: Mittitur innocuus se criturus ab hoste maritus, qua tutam teneat caede libido viam II. Reg. XI.  N.4. Nathan predigt David das Gleichnis von dem reichen Mann, der dem Armen sein Schaf raubt. Links Sebaldus Beham, Portrait in ganzer Figur. Darüber: Sebaldus Beham Noribergensis picturam hanc illustrissimo principi Alberto Card. Archiep. Mog. hujus artis aliacumque omnium amatori summa cura pngens absolvebat anno 1534. Auf der Brüstung Inschrift: HSB copie par Fremy Paris 1844. Unter dem Bilde: Nathan adulterii Davida redarguit ovem II. Reg. XII.
Alle Bilder im Zeitkostüm Behams, die einzelnen voneinander geschieden, durch diagonal laufende Fahnenstangen mit dem Wappen der Besitzungen des Cardinals Albert.

Der Tisch ist seit dem II. Weltkrieg verschollen.
MAKR

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa