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Herrenhausmantel mit broschiertem Rosenmuster

Ident. Nr.: 2003,KR 358

ObjID: obj:890908

Details (expert)

Date(s)
um 1840
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: England
Dimensions
Länge: 137 cm

Object Description

Schmal geschnittener Herrrenmorgenmantel um 1840 aus einem gestreiften und vielfarbig broschierten Seidengewebe des späten 18. Jahrhunderts gefertigt. Die langen schmalen Ärmel sind an der Schulter leicht gepufft, sie verjüngen sich etwas nach unten und enden in umgestülptem Aufschlägen. Vorn durchgehend offen kann der Mantel mit einem dreifachen Riegelverschluss geschlossen werden. Unverschlossen werden die Vorderteile zum taillenlangen Smokingkragen umgelegt. Der Kragen und die Riegelverschlüsse sind mit rotem Samt dekorativ abgesetzt. Die beiden Taschen haben Taschenklappen. CW

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa