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Hl. Elisabeth

Ident. Nr.: K 7317

ObjID: obj:894514

Details (expert)

Date(s)
um 1510/20
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite: 25,5 x 17 cm

Object Description

Die hl. Elisabeth ist in ganzer Figur und in leichter Untersicht schräg nach links gewandt dargestellt. Als Tertiarin trägt sie einen schlichten weißen, an den Kanten mit gelben Borten besetzten Mantel und ein ebensolches Gewand. Ihr von einem Schleier verhülltes Haupt ziert eine Blattkrone, zwei weitere, identische Kronen hält sie in ihren Händen. Sie steht unmittelbar im Bildvordergrund auf einem Fliesenboden. Hinter ihr ist ein Ehrentuch aufgespannt, zu dessen Seiten der Blick in eine weiträumige hügelige Landschaft fällt, die links von Bäumen und rechts von einem jäh aufragenden Berg begrenzt wird.
Das Attribut der drei Kronen kam in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts im Umkreis des burgundischen Hofes auf. Als Attribut setzten sich die drei Kronen nicht allgemein durch. Sie begegnen hauptsächlich im Burgund und den angrenzenden Gebieten, vornehmlich im Rheinland und in den Niederlanden.
Die Herkunft der Scheibe aus dem Rheinland bestätigt nicht zuletzt die dort für Einzelbildnisse von Heiligen geläufige Komposition mit Ehrentuch und Landschaftsgrund. Auch wenn sich keine unmittelbar verwandten Vergleichsbeispiele anführen lassen, finden sich für Gesichts- und Figurentyp der hl. Elisabeth die nächsten Parallelen in der Kölner Malerei.
CVMA 98764

Last updated: 15.12.2025

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal aus farblosem Glas, der Fuß ist separat gefertigt und kann mittels eines tiefgeschnittenen Gewindes in den massiven Schaft eingeschraubt werden. Er ist am Fußrand mit umlaufenden Bögen in Schälschliff sowie einem versenkten und mattierten Spitzblattdekor verziert. Der Baluster des Massivschafts trägt einen Rundbogenfries, der Ansatz der becherförmigen, hohen Kuppa wiederholt den Spitzblattdekor, am Mündungsrand finden sich erneut Bögen in Schälschliff. Auf der Kuppawandung ist umlaufend in Tiefschnitt ein Reigen aus musizierenden Kinderbacchanten dargestellt. Aufgrund der fortgeschrittenen Glaskrankheit des oberen Pokalteils sind sie trotz des tief reliefierten Schnitts nur bei genauer Betrachtung erkennbar, feine Details wie die Gesichtszüge und dekorative Blumen oder Früchte verschwinden nahezu in dem Weiß. Ein Teil des Gewindes am Schaftende ist bereits weggebrochen. Der Fuß weist lediglich beginnende Zeichen der Glaskrankheit auf. Die Kombination aus Sujet und Dekorelementen auf dem Pokal spricht für eine Zuschreibung an die Werkstatt Gottfried Spillers (um 1663–vor 1728) und dürfte in die frühen Jahre des 18. Jahrhunderts datieren. Pokale aus zwei verschraubten Teilen gehören zu den seltensten Erzeugnissen der barocken Glaskunst. Man nimmt einerseits an, dass sie wegen ihrer raumsparenden Transportmöglichkeit geschätzt waren. Zum anderen rief sicherlich die technische Virtuosität ihrer Herstellung Bewunderung und Anerkennung hervor und brachte dem Eigentümer Prestige. Dieser Pokal ist der einzig überlieferte, der zweifelsfrei der Potsdamer Glashütte zugeschrieben werden kann. Ungewöhnlich ist hier, dass die Verschraubung nicht direkt unterhalb der Kuppa, sondern am Fuß positioniert ist (Dank an Wieland Kramer für diesen freundlichen Hinweis): Es ist gut denkbar, dass der Fuß nachträglich ergänzt wurde, indem einem Pokal mit Steckverbindung – ähnlich einem anderen Pokal im Bestand des KGM (Inv.-Nr. O-1964,46) – ein Gewinde eingeschliffen wurde. [Verena Wasmuth]MAKR