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Jackenkleid mit Blumentopfmotiven

Ident. Nr.: 2003,KR 543 a,b

ObjID: obj:894932

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Elsa Schiaparelli (1890 - 1973),
Designer*in
Date(s)
um 1939
Dimensions
Länge: Kleid VL./RL. 120 cm
Länge: Jacke VL./RL. 53 cm

Object Description

Elsa Schiaparelli hat ihre Londoner Niederlassung 1939 geschlossen. Das knieumspielende Jackenkleid dürfte daher kurz zuvor, 1938/39 entstanden sein. Es hat einen kurzen V-Ausschnitt und halblange Ärmel mit betonter Schulterpartie. Sein Oberteil ist in der Taille in kleine Falten gelegt. Der ausgestellte Rock setzt in der Taille glatt an und hat in der vorderen Mitte eine eingearbeitete Quetschfalte, die in Kniehöhe aufspringt. Im Rücken fällt der Rock glockig. Das Kleid ist ungefüttert. Die ebenfalls ungefütterte Jacke ist locker gearbeitet. Sie hat einen sehr kurzen Schoß und einen eckigen Umlegekragen. Kleid und Jacke sind mit einem Streumuster aus kleinen weißen Sträußen in Blumentöpfen bedruckt. Einige Motive sind farbig hervorgehoben und auf dem Jäckchen zusätzlich ausgestickt. ChrW

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

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Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa