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Weißes plissiertes Abendkleid

Ident. Nr.: 2003,KR 634 a,b

ObjID: obj:897559

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Alix Grès (1903 - 1993),
Designer*in
Date(s)
Herstellung: nach 1973
Abweichende Datierung: 1979
Geographical references
Herstellungsort: Paris
Dimensions
Länge x Breite: Wickeloberteil 280 x 160 cm
Länge: Rock VL./RL. 120 cm

Object Description

1973 zeigte Madame Grès erstmals zweiteilige plissierte Kleider, die den Bauch frei ließen. Das Oberteil dieses Kleides besteht aus einer 280 cm langen und 160 cm breiten Bahn feinsten Jerseys. Die Stofffülle ist an zwei Stellen zu jeweils 9 cm breiten Verschlussenden zusammengenommen, die mit Stabeinlagen verstärkt sind und seitlich mit Haken und Ösen schließen.Von dort aus wird das Band als querlaufendes Schärpenband verschlungen und zum linksseitigen Achselträger geführt. Die Schärpenenden verlieren sich vorn, kaum sichtbar, in der Fülle des plissierten Rocks. Der Rock hat ein schmales Taillenbündchen, das die Fülle der insgesamt 850 cm breiten Stoffbahn fasst. ChrW

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa