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Monstranz

Ident. Nr.: K 3868

ObjID: obj:898010

Details (expert)

Date(s)
3. Viertel 15. Jahrhundert
um 1700
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 53 x 20 x 15 cm

Object Description

Die Monstranz erhebt sich über einem mehrfach geschweiften vierpassförmigen Fuß. Zu Seiten des Schaugefäßes befinden sich unter spitzbogigen Arkaden die veroldeten Figürchen einer Muttergottes mit Kind und eines hl. Laurentius. Diese beiden Gußwerke zeigen Stilformen des frühen 15. Jahrhunderts und sind vermutlich unter Verwendung älterer Gußformen (Patronen) entstanden. Die Architekturformen der Monstranz sowie der bekrönende Kruzifixus legen eine Datierung der Entstehung des Werkes im 3. Viertel des 15. Jahrhunderts nahe. Die Lunula zur Aufnahme der Hostie fehlt.
LL

Last updated: 29.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa