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Kleines Zechliner Kelchglas mit vergoldeten Rändern

Ident. Nr.: O-1956,11

ObjID: obj:900105

Details (expert)

Involved
Ausführung: Zechliner Glashütte (1737–1890),
Glashütte
Dating
Ausführung: um 1760 bis 1770
Geographical references
Dimensions
Höhe: 15 cm
Durchmesser: 7,3 cm (Fuß)
Durchmesser: 6,9 cm (Mündung)
Wandungsstärke: 0,2 cm

Object Description

Kelch aus farblosem Glas, Bodenkugel, der breite aber zarte Fuß steigt steil an und hat einen vergoldeten Rand. Der angesetzte Schaft ist aus einem gekehlten, schlanken Baluster verziert mit langen, dünnen Parallelrillen unter einem sehr großen, gedrückten Kugelbaluster komponiert. Die Kuppa auf einer vergoldeten Ringscheibe ist trichterförmig und hat einen Eisboden, der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet, der Rand des Fußes hingegen nur auf der Oberseite. Das Glas ist krank. Robert Schmidt bildet 1914 in seinem Standardwerk zum Thema einen Kelch ab, der vermutlich mit dem hier aufgeführten identisch ist. Der Kelch im Kunstgewerbemuseum wurde im Jahr 1956, nach Rückführung der kriegsbedingten Auslagerungen, unter einer neuen Inventarnummer nachinventarisiert. Schmidt befindet, es sei "zwischen 1760 und 1770 entstanden [... und] im Gegensatz zu den früheren Arbeiten sehr schlecht proportioniert". Weiter beurteilt er, der "Aufbau des Schafts mit dem viel zu dicken facettierten Knauf lässt die feine Eleganz der Vorbilder gänzlich vermissen. Die gute Zechliner Vergoldung ist zum Schmucke der Ränder dieser Gläser herangezogen." An dieser Kritik lässt sich nicht rütteln, hingegen liegt das Glas wunderbar in der Hand! Es hat damals bereits "Haarrisse" aufgewiesen (Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, S. 103 und 153). [Verena Wasmuth]
MAKR

Last updated: 29.06.2026

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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