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runde Plakette mit Ceres

Ident. Nr.: K 5761

ObjID: obj:900139

Details (expert)

Involved
Zuschreibung unsicher: Paul Hübner (1550–1614),
Goldschmied*in
Dating
Ende 16. Jahrhundert
Geographical references
Material / Technique
Blei

Object Description

"Ceres. Sitzende kurzgewandete weibliche Figur, in der Linken eine Korngarbe, mit der Rechten einen auf dem Kopf aufliegenden Früchtekorb haltend. Zu ihrer Rechten eine Ziege, zur Linken ein Krug, im Hintergrund ein Baum und eine Landschaft.
Hermes. In den Wolken mit Windgöttern schwebende männliche Gestalt mit Helm, Panzer und Flügelschuhen, in der Rechten den Caduceus, unter ihm das Meer mit Felsen, Schiff und Küste.
Beide mit schmalem Rand, oben durchbohrt.
Die beiden hier zusammengestellten Plaketten gehören vermutlich zu zwei Plakettenfolgen des Paul Hübner, der verwandte Darstellungen dieser Art - Götterfiguren, Jahreszeitenallegorien, Darstellungen der vier Elemente und der Tugenden - auf den zahlreichen silbervergoldeten Kredenzen in Florenz, Palazzo Pitti und in London, Britisches Museum, als Schalenböden verwendet hat."
aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, Kat. Nr. 229-230 (siehe K 5760)
MAKR

Last updated: 18.03.2026

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal mit Genien und Schraubfuß

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Pokal aus farblosem Glas, der Fuß ist separat gefertigt und kann mittels eines tiefgeschnittenen Gewindes in den massiven Schaft eingeschraubt werden. Er ist am Fußrand mit umlaufenden Bögen in Schälschliff sowie einem versenkten und mattierten Spitzblattdekor verziert. Der Baluster des Massivschafts trägt einen Rundbogenfries, der Ansatz der becherförmigen, hohen Kuppa wiederholt den Spitzblattdekor, am Mündungsrand finden sich erneut Bögen in Schälschliff. Auf der Kuppawandung ist umlaufend in Tiefschnitt ein Reigen aus musizierenden Kinderbacchanten dargestellt. Aufgrund der fortgeschrittenen Glaskrankheit des oberen Pokalteils sind sie trotz des tief reliefierten Schnitts nur bei genauer Betrachtung erkennbar, feine Details wie die Gesichtszüge und dekorative Blumen oder Früchte verschwinden nahezu in dem Weiß. Ein Teil des Gewindes am Schaftende ist bereits weggebrochen. Der Fuß weist lediglich beginnende Zeichen der Glaskrankheit auf. Die Kombination aus Sujet und Dekorelementen auf dem Pokal spricht für eine Zuschreibung an die Werkstatt Gottfried Spillers (um 1663–vor 1728) und dürfte in die frühen Jahre des 18. Jahrhunderts datieren. Pokale aus zwei verschraubten Teilen gehören zu den seltensten Erzeugnissen der barocken Glaskunst. Man nimmt einerseits an, dass sie wegen ihrer raumsparenden Transportmöglichkeit geschätzt waren. Zum anderen rief sicherlich die technische Virtuosität ihrer Herstellung Bewunderung und Anerkennung hervor und brachte dem Eigentümer Prestige. Dieser Pokal ist der einzig überlieferte, der zweifelsfrei der Potsdamer Glashütte zugeschrieben werden kann. Ungewöhnlich ist hier, dass die Verschraubung nicht direkt unterhalb der Kuppa, sondern am Fuß positioniert ist (Dank an Wieland Kramer für diesen freundlichen Hinweis): Es ist gut denkbar, dass der Fuß nachträglich ergänzt wurde, indem einem Pokal mit Steckverbindung – ähnlich einem anderen Pokal im Bestand des KGM (Inv.-Nr. O-1964,46) – ein Gewinde eingeschliffen wurde. [Verena Wasmuth]MAKR