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Fußbecher aus Goldrubinglas

Ident. Nr.: K 1129

ObjID: obj:902033

Details (expert)

Involved
Ausführung: Potsdamer Glashütte (1674–1736),
Glashütte
Dating
Ausführung: 1680-1730
Geographical references
Material / Technique
Rubinglas ofengeformt
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 16,7 x 10,6 cm
Durchmesser: 9,8 cm (Fuß)
Wandungsstärke: 0,45 cm

Object Description

Pokal auf Hohlfuß aus dickwandigem, lebrig-schlierigem Goldrubinglas, Abriss am Boden, die hohe Wandung ist am Ansatz gebaucht, eingezogen und öffnet sich dann konkav, Mündungsrand verwärmt. Dieses Glas aus der Königlichen Kunstkammer bildete bereits Robert Schmidt 1914 in dem Band "Brandenburgische Gläser" mit dem Hinweis ab: "Farbe tiefrot, in der Aufsicht fast schwarz". Die für manches Goldrubinglas charakteristische "Lebrigkeit" ist ursächlich für diesen Effekt, der während des Herstellungsverfahrens bei zu starkem oder langem Erwärmen (Tempern) der Glasmasse auftreten kann. Die nahezu modern anmutende Formgebung dieses Glases mit seiner strengen Silhouette ist dem Umstand geschuldet, dass auf eine Veredlung des Rohlings durch Schliff und Schnitt verzichtet wurde. Vermutlich trat die lebrige Färbung bereits kurz nach seiner Herstellung auf und führte zu dieser Entscheidung. Pokale und Fußbecher mit ganz ähnlich geformter Kuppa aus farblosem Glas und mit einem solchen Dekor sind aus schlesischen Glashütten dokumentiert, teils noch aus den 1730er Jahren (Wierzchucka/Kügler, Barockes Glas, 2016; Zoedler, Schlesisches Glas, 1996; Hein, Kongelige Glas, 1995, Kat. 129, S. 316, 317). Nachdem Schmidt den Fußbecher publizierte, wurde er mehrfach kopiert: Eine Kleinserie ist beispielsweise am Boden mit dem Ätzstempel "Nachbildung 89" gekennzeichnet. Das Potsdam Museum hingegen besitzt ein Pendant aus der Zeit, ebenfalls lebrig (Inv. Nr. AK-2018-6), das in der Ständigen Ausstellung präsentiert wird. [Verena Wasmuth]
MAKR

Last updated: 09.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Les Iris ("Toutes les âmes sont prêtes...")

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