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Ovale Plakette mit Venus und Amor

Ident. Nr.: K 6058

ObjID: obj:907499

Details (expert)

Date(s)
2. Hälfte 16. Jahrhundert
Material / Technique
Blei

Object Description

"Venus und Amor, am Ufer rechts zum Wasser eilend, im Hintergrund eine Stadt, oben am Rande das Tierkreiszeichen der Fische.
Der Raub der Europa. Rechts wird die entführte Europa von einem Stier durch ein Gewässer davongetragen. Am Ufer links drei hinterhereilende weibliche Gestalten. Oben etwas verrieben das Tierkreiszeichen des Stieres. Beide Plaketten mit schmalem Rand.
Die beiden Plaketten gehören zu einer Folge mythologischer Reliefszenen - darunter Castor und Polux, Chiron, Helle, Herkules u. a. - mit Tierkreiszeichen."
aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 277-278
siehe auch K 6063
MAKR

Last updated: 29.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa