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Thronende Maria mit dem Kind zwischen hl. Katharina und hl. Barbara

Ident. Nr.: K 3054

ObjID: obj:908074

Details (expert)

Date(s)
1497
Material / Technique
Graphitstein

Object Description

Die Form zeigt in der Mitte die sitzende Maria mit dem Jesusknaben, etwas niedriger erscheinen zu ihren Seiten die hl. Katharina und die hl. Barbara. Die Figuren sind überfangen von einem Dreipass, in dessen Zwickeln sich zwei Engelspaare befinden. Die Nimben von Katharina und Barbara enthalten die Namen der Heiligen, in dem der Muttergottes erscheint der Text "ego sum mater misericor(diae)". Am unteren Bildrand ist die Form datiert: 1497.
Die Gussform gehörte möglicherweise - die Identifikation ist nicht ganz gesichert - zu einer Gruppe von drei sehr ähnlichen Werken (die beiden anderen - eine Maria lactans und eine Verkündigung Mariae - befinden sich in Paris, Musée national du Moyen Âge, Inv. Nr. C.L. 13097, C.L. 14096), die vor 1875 zusammen in einem alten Backhaus in Aachen gefunden worden sein sollen. Ernst Günther Grimme brachte 1962 diese Gussformen unter Verweis auf die Verkündigungsdarstellung am Buchdeckel des Krönungsevangeliars (Wien, KHM, Weltliche und Geistliche Schatzkammer) mit dem Werk des Aachener Goldschmieds Hans von Reutlingen in Verbindung. Dass es sich tatsächlich um eine Gussform zur Herstellung von Goldschmiedearbeiten handelt, beweisen auch die Formen für einzelne Details wie Blattwerk und Spiralbänder an der Rückseite. LL

Last updated: 15.12.2025

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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