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Kleid mit Zackenmotiv

Ident. Nr.: 2003,KR 515 a,b

ObjID: obj:908426

Details (expert)

Creator/Entity
Coco Chanel (1883 - 1971)
Date(s)
um 1926
Geographical references
Herstellungsort: Paris
Material / Technique
Schwarzer Crêpe Satin
Dimensions
Länge: 113 cm
Länge: cm Bindeband: 185 cm

Object Description

Das Kleid ist durchgängig gearbeitet, hat einen runden, halsfernen Ausschnitt und lange, gerade Ärmel. Alle Kanten sind mit einem schmalen Schrägstreifen aus dem Kleidstoff eingefasst. Es hat keinen Verschluss, man kann es dank des größeren Ausschnitts über den Kopf ziehen. Die glatte Oberfläche wird von einem expressionistischen Zackendekor durchbrochen, der aus der matten Abseite des Satin gearbeitet wurde. Vier Zackenpaare "zerschneiden" in meisterhafter Schneiderarbeit Vorder- und Rückseite des Kleides und unterteilen die glänzenden Partien in ein Dreieck sowie in Bahnen, die in Hüfthöhe zusammenlaufen und dort vorn eine Quetschfaltenpartie bilden. Im Rücken fällt das Kleid glatt herab. Alle Teile sind untereinander mit feinsten Nähten verbunden, die in der spiegelnden Oberfläche des Gewebes kaum zu sehen sind. Im Inneren sind alle Kanten von Hand umstochen und für die um 1926 beliebte blusige Form kann in Hüfthöhe ein schmales Band umgebunden werden, über dem das Kleid leicht geschoppt wird. ChrW

Last updated: 29.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa