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Horn

Ident. Nr.: K 4177

ObjID: obj:908732

Details (expert)

Date(s)
Mitte 15. Jahrhundert
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 15,8 x 35 x 8,4 cm

Object Description

Das Büffelhorn besitzt drei Beschläge aus poliertem Messing. Am Mündungsbeschlag erscheint zwischen zwei schlichten Doppelprofilen vor schraffiertem Hintergrund in spätgotischer Zierminuskel die Inschrift "•veni•san(c)tus•spiri(t)us" (Komm, Heiliger Geist). Die Mittelmanschette zeigt ein Wellenrankenornament. Die Hornspitze ist durch eine geschlossene, in einem Knauf endende Hülse gefasst. An der Wandung erscheint zwischen schlichten Strichornamenten der gravierte Kopf eines Königs, darunter die schwer zu deutende Inschrift "•c•l•u•fini".
Das Gefäß zählt zu der Gruppe schlichter Trinkhörner ohne Füße oder Ständer und ohne verbindende Spangen zwischen den Beschlägen. Wichtigstes Indiz für die Entstehung der Beschläge in der Mitte des 15. Jahrhunderts ist die charakteristische Form der von zwei Bändern gleichsam "durchflochtenen" Inschrift. LL

Last updated: 29.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa