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Lampas mit Spitzovalblüten, Drachen und Phönixen

Ident. Nr.: K 6105 a,b

ObjID: obj:909899

Details (expert)

Date(s)
Mitte 14. Jahrhundert
Dimensions
Höhe x Breite: 39,5 x 28 cm = a, großes Fragment
Höhe x Breite: 9,6 x 16,6 cm = b, kleines Fragment

Object Description

Die beiden Fragmente zeigen auf violettem Grund ein reiches aus Häutchengold gebildetes Muster: Zwei unterschiedliche Spitzmedaillons sind in versetzten Reihen angeordnet. Sie werden jeweils von einer breiten, gebogten Bordüre gerahmt, die mit unterschiedlichen Blattmotiven gefüllt sind. Im ihrem Inneren stehen adossierte Hasen und Panther, die die Köpfe zueinander drehen. Eine schmale szepterförmige Pflanze trennt sie von einander. Über den Ovalen hocken in Reihen wechselnd Drachen- und Phöenixpaare mit langen, anmutig gewundenen Schwanzfedern. (CW)

"Diese Seide ist ein Beispiel für den stilistischen Einfluss, den die sogenannten "Panni Tartarici", die "Gewebe der Mongolen" auf die Entwicklung der Seidenweberei in Italien am Ende des 13. und frühen 14. Jahrhundert ausübten. ( M.L. Rosati)

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa