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Sankt Salvator bei Prien

Ident. Nr.: A II 259

ObjID: obj:959834

Details (expert)

Creator/Entity
Emil Lugo (1840 - 1902),
Maler*in
Date(s)
1898
Provenance
Schenkung: Wilhelm Jensen,
376951
Galerie Eduard Schulte, Berlin,
24.7.1918
Material / Technique
Öl auf Papier
Dimensions
Höhe x Breite: 56 x 43 cm
Acquisition
1918 Ankauf von der Galerie Schulte, Berlin

Object Description

Etwa 1876 hatte Emil Lugo den Dichter Wilhelm Jensen (1837–1911) in Freiburg kennengelernt und war ihm seitdem freundschaftlich verbunden. Gemeinsam verbrachten sie die Sommermonate zuerst im Schwarzwald und, nach Lugos Umzug von Freiburg nach München 1888, in Prien am Chiemsee. Jensen ließ sich dort 1894 unweit des Ortes Sankt Salvator ein Sommerhäuschen errichten, das Emil Lugo und Jensens Ehefrau Marie, geborene Brühl, mit Motiven des Golfs von Neapel ausmalten. Daneben hielt Lugo am Chiemsee zahlreiche unscheinbare Landschaftsausschnitte in kleinformatigen Ölstudien fest, die er später zum Teil dem Freund Jensen schenkte, zum Teil vermachte. Jensen wiederum stiftete eine Reihe von Lugos Werken nach dessen Tod der Kunsthalle Karlsruhe. Weitere Arbeiten kamen mit dem Nachlaß Jensens in den Kunsthandel und wurden 1918 über die Berliner Galerie Friedrich Schulte verkauft. Die Nationalgalerie erwarb aus diesem Nachlaß vier Ölstudien mit Chiemsee-Motiven (Inv.-Nr. A II 256–259), von denen zwei in der Nähe von Jensens Haus entstanden sind (Inv.-Nr. A II 257 und 259). Eines davon zeigt im Anschnitt links die spätmittelalterliche Wallfahrtskirche Sankt Salvator. »Die vier kleinen Ansichten vom Chiemsee«, resümierte Ludwig Justi, damaliger Direktor der Nationalgalerie, »sind vielleicht seine [Lugos] glücklichsten Schöpfungen […]. Gewollte Form tritt hier zurück gegen schlichte Wiedergabe des Gesehenen; in ihr ist eine Zartheit und ein liebendes Gefühl, das uns seine Freundschaft mit [Hans] Thoma verstehen läßt« (L. Justi, Von Runge bis Thoma, Berlin 1932, S. 232). | Regina Freyberger

Last updated: 24.08.2026

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Institution:

Alte Nationalgalerie

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Sockel der Prinzessinnengruppe

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SS. Giovanni e Paolo in Venedig

SS. Giovanni e Paolo in Venedig

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Totenmaske Adolph Menzel

Totenmaske Adolph Menzel

Adolph Menzel (1815–1905) gilt als bedeutendster und vielseitigster Vertreter des Realismus in der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts. Die markante Physiognomie des schon zu Lebzeiten hochgeehrten, in Berlin lebenden Künstlers war stadtbekannt, unter anderem durch die vielgelobte Bildnisbüste, die der mit Menzel befreundete Begas anlässlich von dessen 60. Geburtstag 1875 geschaffen hatte und die im folgenden Jahr von der Nationalgalerie erworben worden war (B I 19). Dass gerade der kleinwüchsige Menzel zu den meistfotografierten und -porträtierten Künstlerpersönlichkeiten seiner Zeit gehörte, lag nicht zuletzt an ihm selbst, denn der für seine Eitelkeit bekannte Maler kultivierte und ironisierte sein Image bereitwillig. Als er im Alter von fast neunzig Jahren am Morgen des 9. Februar 1905 starb, war es wiederum der langjährige Freund und Künstlerkollege, der noch am selben Tag die Totenmaske abnahm. Aus der Versteigerung von Begas’ Nachlass im Berliner Auktionshaus Heilbron gelangten Abgüsse von Totenmaske und Händen (B II 383 a) 1912 in die Nationalgalerie. Die Erwerbung entsprach der immensen Wertschätzung Menzels, der schon damals mit zahlreichen Zeichnungen und Gemälden in der Sammlung vertreten war. Laut Versteigerungskatalog existierten von der Maske mehrere Reproduktionen in Gips. Weitere Exemplare haben sich in der Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin erhalten, die noch heute Abgüsse herstellt. | Wolfgang Cortjaens