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Ident. Nr.: IV Ca 34238

ObjID: obj:96049

Details (expert)

Creator/Entity
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Date(s)
700 - 1520
Geographical references
Guanacaste,
Provinz
Bagaces,
Kanton
Material / Technique
Gold
Dimensions
Objektmaß: 3,5 x 3,1 x 1 cm
Gewicht: 2,8 g
Acquisition
Kauf 1909

Object Description

Avimorphe Anhänger gehören in der archäologischen Region Gran Nicoya zu den Metallobjekten, die am häufigsten gefundenen wurden. Die inventarisierte Figur scheint die Attribute verschiedener Wesen (Adler, Geier, Kolibri, Tucan) miteinander zu kombinieren. Obwohl der Kopfschmuck und die übergroßen Schwanzpartien des Objekts sehr flächig gestaltet wurden, weisen sie keine zusätzlichen Verzierungen auf. Die Gestalt besitzt trotz ihrer formalen Ähnlichkeit zu den Objekten der Veraguas-Chiriquí-Gruppe mehrere technische und gestalterische Besonderheiten. Zu ihnen zählen die Herstellung im Herdguß, die begrenzte Anwendung der Wachsfadentechnik, die Position der Zuläufe, die geringe Größe der Figur, der zweigliedrige Schwanz, die Verkürzung des dargestellten Wesens auf wenige Attribute und die gegenständigen Stege, die am Körper ansetzen. Die aufgezählten Elemente scheinen begrenzte materielle Ressourcen und eingeschränkte technische Fertigkeiten der Hersteller anzudeuten. Die fehlenden Gebrauchsspuren des Objekts weisen auf seine ausschließliche Verwendung als Grabbeigabe hin. (Künne 2005)

Last updated: 24.10.2026

Contact

Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.