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Rosa Rosen

Ident. Nr.: FNG 41/83

ObjID: obj:960956

Erworben durch die Freunde der Nationalgalerie

Details (expert)

Creator/Entity
Lovis Corinth (1858 - 1925),
Maler*in
Date(s)
1924
Systematics/Type
Provenance
Kauf: Nationalgalerie, Berlin,
1924 - 1937
Beschlagnahmung: Deutsches Reich / Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Berlin,
16.8. 1937 - 30.6.1939
Verwahrung: Depot Schloss Schönhausen,
1938 - 1939
Auktion: Galerie Fischer, Luzern,
1939
Privatbesitz, Schweiz,
376225
Kommission: Galerie Arnoldi-Livie, München,
1983
Kauf: Verein der Freunde der Nationalgalerie,
1983
Material / Technique
Öl auf Holz
Dimensions
Höhe x Breite: 81 x 64 cm
Acquisition
1924 Ankauf vom Künstler. 1937 als "entartet" beschlagnahmt. 1983 Rückerwerb von der Galerie Arnoldi-Livie, München, durch den Verein der Freunde der Nationalgalerie

Object Description

Im Sommer 1923 hatte in der Neuen Abteilung der Nationalgalerie im Kronprinzen-Palais die sehr erfolgreiche Ausstellung zum 65. Geburtstag des Secessionspräsidenten Corinth stattgefunden. Unmittelbar darauf zeigte Direktor Ludwig Justi in diesen Räumen neu erworbene Arbeiten Lesser Urys, darunter den „Fliederstrauß“ von 1922 (A II 403), und sofort stellte sich eine Beziehung zu Édouard Manets Bild „Der Fliederstrauß“ (um 1882, A II 379) im Impressionistenraum daselbst her, wie die Presse ausdrücklich vermerkte. Im folgenden Sommer erwarb Justi die gerade vollendeten „Rosa Rosen“ von Corinth und verstärkte damit diese das breite Publikum versöhnlich stimmende Motivreihe. Corinth, der in den 1920er-Jahren unter den Folgen eines Schlaganfalls wie unter schweren Depressionen litt, hat aus ebenjener Gefährdung heraus eine große Anzahl von Blumen und Sträußen gemalt. Wie seinerzeit den todkranken Manet reizte ihn an diesen fragilen Gebilden das Beieinander von kurzer Pracht und Vergänglichkeit, und wie Manet entlockte er ihrer Darstellung koloristische Reize von großer Feinheit. Unter dem Stichwort „Letzte Meisterschaft“ beschreibt Justi die „Rosa Rosen“ als „Beispiel aus einer Schar herrlicher Blumenstücke, die Corinth in seinen letzten Jahren malte, meist riesige Sträuße von vielerlei Blüten, gern besonders große Formen und leuchtende Töne darin, ein wahres Rauschen von Farbe, wie man es noch nie gesehen hatte. Die Rosen sind bescheidener in der Anlage, aber äußerst fein in der Stufung vom kühlen zum brennenden Rot; auch das Grau des Glases und der Umgebung ist farbig wie malerisch höchst lebendig“ (Ludwig Justi, Von Corinth bis Klee, Berlin 1931, S. 43). | Angelika Wesenberg

Last updated: 16.09.2026

Contact

Institution:

Alte Nationalgalerie

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Im Etappenquartier vor Paris

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Einzug des Kronprinzen Friedrich von Preußen in Jerusalem 1869

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