Tête de femme
Ident. Nr.: B 25
ObjID: obj:961134
1949 erworben durch das Land Berlin
n/a
Contact
Institution:
Neue Nationalgalerie
Email:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (expert)
- Creator/Entity
- Date(s)
- Herstellung: 1909
- Additional titles
- Collection title: Tête de femmeFrauenkopfTranslation: Head of a Woman
- Provenance
- Sammlung Oskar und Marg Moll,
393032Galerie Thannhauser, Berlin,
393033Kauf: Theodor und Anneliese (Woty) Werner,
1936–1949Kauf: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1949–1968 - Material / Technique
- Öl auf Leinwand
- Dimensions
- Höhe x Breite: 25 x 22 cm
- Acquisition
- 1949 Ankauf aus der Sammlung Theodor Werner, Berlin, durch das Land Berlin für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/961134
Object Description
Bei diesem kleinen Porträtkopf handelt es sich um eine Studie in Öl aus dem Frühjahr 1909, also genau zu jener Zeit, in welcher sich der Kubismus langsam abzeichnete. Wenngleich die Wahl erdfarbener Töne bereits auf die Palette des Kubismus verweist, ist der Kopf streng genommen noch nicht kubistisch, kantig wäre die passendere Bezeichnung. Maskenartig hebt er sich von den weiter hinten liegenden Schultern und dem Hintergrund ab. Dabei wirken die einzelnen Facetten des Gesichts und des Haaransatzes wie eine mit grobem Meißel oder Beitel bearbeitete Skulptur, trotzdem bleiben sie von einem einzigen Betrachtungspunkt aus in ihrer Abfolge perspektivisch schlüssig lesbar wie bei einem traditionellen Bildnis. Die kleine Studie reiht sich zu vielen weiteren Köpfen und Porträtstudien Picassos aus der ersten Hälfte des Jahres 1909, die in jener Zeit zusammen mit Häusern oder Architekturelementen in einer Landschaft (etwa „Häuser auf einem Hügel“, 1909; Dauerleihgabe der Familie Berggruen im Museum Berggruen, Berlin) seine vorwiegenden Motive waren. In den folgenden Monaten verschwand aus Picassos Bildern nach und nach die klare perspektivische Schichtung von wiedergegebenen Objekten und Bildhintergrund zugunsten einer einzigen, vielfach zersplitterten Bildfläche, welche zusammen mit der reduzierten Farbpalette ein wichtiges Merkmal des sogenannten analytischen Kubismus darstellt. | Gabriel Montua
Last updated: 28.08.2026
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