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Ruine einer gotischen Klosterkirche am Strand

Ident. Nr.: W.S. 175

ObjID: obj:962327

Details (expert)

Creator/Entity
Domenico Quaglio d. J. (1787 - 1837),
Maler*in
Date(s)
1824
Systematics/Type
Provenance
Joachim Heinrich Wilhelm Wagener, Berlin,
18.1.1861
Nachlass/Vermächtnis: Nationalgalerie, Berlin,
375965
verschollen,
375966
Privatbesitz, Süddeutschland,
2006
Kommission: Kunsthandel, München,
2006
Material / Technique
Öl auf Eichenholz
Dimensions
Höhe x Breite: 42 x 35 cm
Acquisition
1861 Vermächtnis des Bankiers Joachim Heinrich Wilhelm Wagener als Gründungssammlung der Nationalgalerie; seit 1945 verschollen; 2006 an die Nationalgalerie zurückgegeben

Object Description

Domenico Quaglio hielt in seinen Gemälden nicht nur real gesehene Bauwerke in ihrem damaligen Zustand fest. Auch an Schinkels romantische Phantasielandschaften erinnernde Kompositionen wie die »Ruine einer gotischen Klosterkirche am Strand« gehörten zu seinem Repertoire. Darin ist eine verfallene Kirche am Ufer eines lebhaft bewegten Sees oder Meeres dargestellt. Möwen umkreisen den Bau, dessen Chorgewölbe herabgestürzt ist. Auf der zum Altan führenden Freitreppe hat sich eine Familie mit drei Kindern niedergelassen. Ein Mönch spendet der Mutter, die einen Säugling hält, ein Getränk. Am Ufer entlang wandert ein Angler. Überzeugend hat Quaglio in dieser lichterfüllten Landschaft die Stimmung eines windigen Sommertages wiedergegeben. Der üppige Pflanzenwuchs am Sockel und auf den oberen Mauerrändern der Ruine zeigt, wie das einst aus Stoffen der Natur errichtete Bauwerk inzwischen von der Natur zurückgewonnen wurde. Arkadischen Szenen vergleichbar befinden sich menschliche Gegenwart, historische Architektur und ewige Natur im Einklang. Die kleinformatige Holztafel war ein Geschenk Quaglios an den Sammler Wagener, der insgesamt sechs Werke des hochgeschätzten Künstlers besaß (zwei davon heute Kriegsverlust). Eine motivisch verwandte Darstellung einer gotischen Kirchenruine mit Einsiedler befand sich 1942 im Kunsthandel (vgl. B. Trost, Domenico Quaglio, München 1973, S. 180, Nr. VG 44). | Birgit Verwiebe

Last updated: 28.08.2026

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Institution:

Alte Nationalgalerie

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