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Spaziergang in Blumen

Ident. Nr.: B 5

ObjID: obj:962357

1949 erworben durch das Land Berlin
n/a

Details (expert)

Creator/Entity
August Macke (1887 - 1914),
Künstler*in
Date(s)
Herstellung: 1912
Systematics/Type
Additional titles
Collection title: Spaziergang in Blumen
Translation: Walk amongst Flowers
Provenance
im Besitz des Künstlers,
1914
Nachlass/Vermächtnis: Elisabeth [Erdmann-]Macke,
1914–1934
Galerie von der Heyde, Berlin,
1934
Kauf: Paul Wiegmann, Kremmen/Mark,
1934–1945
Nachlass/Vermächtnis: Annie Marnitz, Berlin,
1945–1949
Kauf: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1949–1968
Material / Technique
Öl auf Leinwand
Dimensions
Höhe x Breite: 63,5 x 48,5 cm
Acquisition
1949 Ankauf aus der Sammlung Marnitz, Berlin, durch das Land Berlin für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West)

Object Description

Das Thema der Spaziergänger im Park, im Zoo und am Wasser begann Macke im Sommer 1912 zu entwickeln. Er malte keine wilde Natur, sondern die Sonntagswelt der Bürger. Zudem erprobte er an dem Motiv die Möglichkeiten neuer stilistischer Mittel. Unterdessen hatte er Werke der Futuristen, der Kubisten und, wichtiger noch, von Robert Delaunay gesehen, mit dem ihn bald eine Freundschaft verband. Die Landschaft nicht nur dieses Bildes ist in prismatische Formen aufgesplittet, anstatt der Raumtiefe entsteht so ein geheimnisvoll bunt leuchtendes, reliefhaftes Muster. Wie stets bei Macke sind aber die dargestellten Menschen von aller Zergliederung ausgenommen. In ruhiger Haltung betrachten sie die Vision einer paradiesischen Welt. Sie sind nicht Teil der Natur, sondern stehen ihr schauend gegenüber. In dem Text „Masken“, den Macke im selben Jahr, 1912, für den Almanach „Der Blaue Reiter“ schrieb, heißt es: „Die Sinne sind uns die Brücke vom Unfassbaren zum Fassbaren. Schauen der Tiere und Pflanzen ist: Ihr Geheimnis fühlen. […] Schaffen von Formen heisst: leben“ (zit. nach WVZ Heiderich, S. 283). Eine vorbereitende Zeichnung für das Gemälde zeigt am linken Bildrand noch eine Blumenhändlerin (WVZ Heiderich 1993, 1223). So wenden sich die vornehme Dame und der Mann mit Bowlerhut und Gehrock also wohl einem Blumenstand zu. Durch das Weglassen der Blumenfrau aber bleibt die Szene ohne Handlung, gemessen und still, wie im Zustand der Versenkung stehen die beiden Identifikationsfiguren vor uns. | Angelika Wesenberg

Last updated: 18.09.2026

Contact

Institution:

Neue Nationalgalerie

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Selbstporträt

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Dünen am Wattenmeer

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