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Bild mit Weiß Verso: Figur mit Stab in der Hand

Ident. Nr.: B 545

ObjID: obj:963849

Credit: 1962 erworben durch das Land Berlin
n/a

Details (expert)

Creator/Entity
Fritz Winter (1905 - 1976),
Künstler*in
Date(s)
Herstellung: 1932
Systematics/Type
Additional titles
Bild mit Weiß Verso: Figur mit Stab in der Hand
Translation: Picture with White; verso: Figure with Staff in Hand
Provenance
Galerie Ferdinand Möller, Berlin/Köln,
1931/32 - bis max. 1956
Galerie Grosshenning, Düsseldorf,
nach Mai 1961 - 12.3.1962
Kauf: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1962–1968
Material / Technique
Öl und Sand auf Leinwand
Dimensions
Höhe x Breite: 74,7 x 80 cm
Acquisition
1962 Ankauf von der Galerie Grosshenning, Düsseldorf, durch das Land Berlin für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West)

Object Description

Winter gilt als einer der herausragendsten Künstler der Abstraktion im Nachkriegsdeutschland. Der 1905 als Sohn eines Bergmanns am Rande des Ruhrgebiets Geborene studierte von 1927 bis 1930 am Bauhaus in Dessau bei Paul Klee, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer. Schon früh wurde das Schöpferische der Natur zur Grundlage seiner Kunst, wobei sich Winter bald von allen Wirklichkeitsvorstellungen löste und der reinen Abstraktion verpflichtete. „Bild mit Weiß“ entstand in der Zeit seiner Lehrtätigkeit (1931 bis 1933) an der noch jungen Pädagogischen Akademie in Halle. Es zeigt Winters Interesse an den Formprozessen der Natur. So meint man, durch ein Mikroskop zu blicken, unter dem sich die biomorphen gelblichweißen Gebilde wie vergrößerte Zellkörper in einem ovalen Lichtkegel bewegen. Die mittels einer mit Sand vermischten Ölfarbe aufgebrachten Linien heben sich reliefartig vom Bildgrund ab und lenken damit die Aufmerksamkeit auf die unterschiedlichen Malschichten. Winter interessierten die gesetzmäßigen Zusammenhänge, die Kunst und Natur miteinander teilten, wie er in einem Gespräch sagte: „Natur ist ein großartiger, gesetzmäßiger Organismus, dem auch ich angehöre. Ein Maler kann im Grunde gar nichts Neues schaffen. Die Natur hat alles schon viel besser gemacht. Kunst geht parallel zur Natur. Ich habe mit meiner Malerei Gesetze des Optischen aufzuzeigen, die dem Geschehen der sichtbaren Welt zugrunde liegen. Nicht das Abbild irgend eines beliebigen Baumes habe ich zu malen, sondern die Formgesetze die dem Baum zugrunde liegen“ (zit. nach Fritz Winter. Gemälde und Arbeiten auf Papier, Ausst.-Kat., Dessau/Dortmund, 1995, S. 39). | Maike Steinkamp

Last updated: 28.08.2026

Contact

Institution:

Neue Nationalgalerie

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Lustige Vorgänge

Lustige Vorgänge

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Versammlung kurdischer Hirten vom Kolchos Lenin

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