Zwei Frauenakte Verso: Frauenkopf
Ident. Nr.: NG MB 70/2000
ObjID: obj:963914
n/a
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Institution:
Museum Berggruen
Details (expert)
- Involved
- Dating
- 1941
- Additional titles
- Collection title: Zwei Frauenakte Verso: FrauenkopfOriginal title: Deux femmes nuesTranslation: Two Female Nudes Verso: Head of a Woman
- Geographical references
- Provenance
- Galerie Jeanne Bucher, Paris,
1943Privatbesitz, Frankreich,
1943–30.11.1993Privatbesitz, USA,
396004Kommission: Kate Ganz Ltd., London,
20.7.1998Kauf: Heinz Berggruen, Berlin/Paris,
20.7.1998–2000 - Material / Technique
- Gouache und Tusche auf Papier
- Dimensions
- Höhe x Breite: 30,5 x 40,8 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/963914
Object Description
Die bedrückende Situation während der deutschen Besatzung von Paris spiegelt sich durchaus in Picassos Arbeiten jener Zeit, wenngleich nicht vordergründig. Charakteristische Hauptwerke sind die beiden 1942 entstandenen großformatigen Aktdarstellungen „Das Ständchen“ (Centre Pompidou, Paris) und „Großer liegender Akt“ (Dauerleihgabe der Familie Berggruen im Museum Berggruen, Berlin). Auch die im Jahr zuvor geschaffene Gouache „Zwei Frauenakte“ gehört in diese Motivreihe. Sie hat einen eigenen Klang, welcher der bedrückenden Stimmung der anderen Bilder entgegensteht. Allein schon die warme und delikat aufgetragene Farbigkeit des Blattes vermittelt einen Eindruck von Geborgenheit. Und auch die beiden Akte bleiben in ihrer Körperlichkeit, trotz kubistischer Doppelungen, „unversehrt“. Gut möglich, dass Picasso mit der Liegenden die ruhige Marie- Thérèse Walter (1909-1977) und mit der Sitzenden die aufbrausende Dora Maar (1907-1997) porträtierte und sich so in diesem diffusen Raum mit den beiden gleichzeitig geliebten Frauen einen Zufluchtsort schaffen wollte. Offenbar dem Materialmangel in der Besatzungszeit geschuldet malte der Künstler auf der Rückseite des Blattes mit Tuschepinsel im Hochformat eine weitere Arbeit, einen „Frauenkopf“ mit blumengeschmücktem Hut. Diese Tuschezeichnung diente offensichtlich als Studie für ein späteres, am 25. Mai 1941 entstandenes Gemälde (WVZ Zervos 1960, 11, 144). | Hans Jürgen Papies
Last updated: 19.12.2025
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Museum Berggruen