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Liegender

Ident. Nr.: B III 133

ObjID: obj:964913

n/a

Details (expert)

Creator/Entity
Gustav Weidanz (1889 - 1970),
Künstler*in
Date(s)
Herstellung: 1954
Additional titles
Collection title: Liegender
Translation: Reclining Youth
Provenance
Nachlass/Vermächtnis: Nachlass des Künstlers, Halle,
1970–1971
Galerie Moritzburg Halle,
1971
Material / Technique
Bronze
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 8,5 x 24,8 x 7,2 cm
Acquisition
1971 Ankauf aus dem Nachlass des Künstlers, Halle/Saale

Object Description

Durch Tausch gelangte Weidanz’ Bronzeguss „Liegender“ 1971 in die Sammlung der Nationalgalerie in Ost-Berlin. Sie gehört zu einer Werkgruppe des Spätwerks, in der Weidanz mit kleinformatigen Bronzen die emotionale sowie körperliche Interaktion des Menschen thematisierte. Die Skulptur zeigt einen liegenden Mann mit aufgestellten Beinen und hinter dem Kopf verschränkten Armen. Die Position der Beine wiederholt jene der Arme, sodass eine symmetrische Figur entsteht. Der nackte Körper ist abstrahiert dargestellt und nur durch wenige Linien konturiert. Durch die Verwendung von Bronze erscheint der zunächst statisch wirkende Körper wie in einer weichen, fließenden Bewegung. Gleichzeitig lässt die starke Überstreckung eine innere Anspannung ahnen, die von den spitz herausstehenden Rippen noch betont wird, ebenso wie durch den zurückgeworfenen Kopf und die zu Fäusten geballten Hände. In dieser Haltung offenbart die Figur eine große Verletzlichkeit, während die spannungsreiche Dynamik des Körpers Ausdruck einer starken emotionalen Präsenz ist. | Stefanie Meisgeier

Last updated: 28.08.2026

Contact

Institution:

Neue Nationalgalerie

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Fabeltier ("Horchtier")

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Denkmal für einen spanischen Kommunisten

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Und sie bewegt sich doch! (Galilei II)

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Im Jahr 1968 erhielt Cremer den Auftrag für eine öffentliche Großplastik im Zentrum von Karl-Marx-Stadt (heute erneut Chemnitz), die dem Thema „Befreiung der Wissenschaft“ gewidmet sein sollte. Gleichzeitig wurde Horst Zickelbein beauftragt, ein Wandbild zum Thema „Leben des Galilei“ zu entwickeln. Schnell stieß Cremer auf die angebliche Aussage Galileo Galileis (1564–1642) „und sie bewegt sich doch“ und nahm sie zum Ausgangspunkt; wichtig war auch Cremers Verbundenheit Verbundenheit mit Bertolt Brecht, der 1938 „Das Leben des Galilei“ verfasst hatte. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse des Astronomen, der das heliozentrische Weltbild des Kopernikus bestätigte, und der Prozess der römisch-katholischen Kirche gegen ihn, in dessen Verlauf die Inquisition ihn zwang, seinen Theorien abzuschwören, sind das Thema von Brechts Theaterstück wie auch von Cremers Plastik. Galilei kniet und erhebt die Hand zum Schwur. Die Falten seines Gewandes gehen in den Scheiterhaufen über, dem er als Strafe für die „Häresie“ übergeben werden soll. Der Titel der Arbeit und die Sonnenkugel auf der linken Hand weisen jedoch auf die spätere Anerkennung der Leistungen Galileis hin. An der Sonne befindet sich eine kleine Erdkugel; beide Elemente dieser Plastik können sich drehen. Wie in vielen seiner Arbeiten verbindet Cremer zwei scheinbar entgegensetzte Momente: Galileis erzwungenen Widerruf sowie die spätere Bestätigung und Würdigung seiner Forschung. | Emily Joyce Evans