Louis Cassirer auf dem Totenbett
Ident. Nr.: NG 9/63
ObjID: obj:965612
Nach Restitution zurückgekauft von den Erben nach Bruno Cassirer / Repurchased from the heirs of Bruno Cassirer after restitution
n/a
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Institution:
Alte Nationalgalerie
Email:
n/a
Details (expert)
- Creator/Entity
- Date(s)
- Herstellung: 1904
- Additional titles
- Collection title: Louis Cassirer auf dem TotenbettTranslation: Louis Cassirer on his Deathbed
- Provenance
- Kauf: Sammlung Else und Bruno Cassirer, Berlin,
1904 bis 1941Beschlagnahmung: Reichkommissar für die Behandlung feindlichen Vermögens und Gestapo,
1941Charlotte Oellerich, Berlin, Neue Schönhauser Str. 16,
1.3.1944Auktion: Wolfgang Gurlitt, Würzburg/Bad-Ausee,
1944 bis 1963 - Material / Technique
- Öl auf Leinwand
- Dimensions
- Höhe x Breite: 48 x 61 cm
- Acquisition
- 1963 Geschenk von Wolfgang Gurlitt, München; 2025 nach Restitution zurückgekauft von den Erben nach Bruno Cassirer
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/965612
Object Description
Das Totenbildnis zeigt Louis Cassirer, einen aus Breslau stammenden Unternehmer aus der weit verzweigten jüdischen Familie Cassirer, deren Mitglieder die deutsche Geistes-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte über Jahrzehnte hinweg wesentlich mitprägen sollten. Louis Cassirer war seit den 1880er Jahren in Berlin tätig und gehörte zu den Gründern der Kabelwerke Dr. Cassirer & Co. Mit seinen unternehmerischen Aktivitäten schuf er wichtige Grundlagen für den wirtschaftlichen Erfolg der nachfolgenden Generationen. Er war Vater von sechs Kindern, darunter der Kunsthändler Paul Cassirer sowie Else Cassirer, die später ihren Vetter Bruno Cassirer heiratete. Max Slevogt hielt den Verstorbenen unmittelbar nach seinem Tod in der Ölskizze fest. Lange galt das Gemälde irrtümlich als Bildnis von Julius Cassirer, dem Vater des Verlegers Bruno Cassirer. Eine Notiz in Slevogts privatem Bilderverzeichnis aus dem Jahr 1904, die das Werk als „Porträtskizze nach Cassirer auf dem Totenbette“ und mit dem Vermerk „an Frau Bruno Cassirer“ ausweist, ermöglichte eine neue Datierung und die korrekte Identifizierung (AK Porträts!, GG Berlin 2026, Kat. 33.2). | Josephine Klinger
Last updated: 25.08.2026
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