Schlafende Menschen
Ident. Nr.: B 505
ObjID: obj:965885
n/a
Contact
Institution:
Neue Nationalgalerie
Email:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (expert)
- Involved
- Dating
- 1919
- Additional titles
- Collection title: Schlafende MenschenTranslation: People Sleeping
- Provenance
- Kauf: Paul Cassirer, Berlin,
1919–5.1.1921Kauf: Ludwig Schames, Frankfurt am Main,
5.1.1921Kauf: Harry Fuld, Frankfurt am Main,
390297Ida Maria Fuld, Frankfurt am Main,
um 1926 - 1961Kauf: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1961–1968 - Material / Technique
- Öl auf Leinwand
- Dimensions
- Höhe x Breite: 154,7 x 217 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/965885
Object Description
Zwischen 1917 und 1919 thematisierte Hofer in mehreren Werken das durch den Ersten Weltkrieg verursachte Leid der Bevölkerung. Eine Atmosphäre der Trostlosigkeit bestimmt das großformatige Gemälde „Schlafende Menschen“. In kalter Farbigkeit und mit El Greco (1541–1614) rezipierenden überlangen und spitzwinkligen Formen hat der Künstler die nächtliche Szene der in bleiernen Schlaf versunkenen, schutzlos unter freiem Himmel aneinandergekauerten Dreiergruppe festgehalten. Allein der sich am Horizont ankündigende Sonnenaufgang deutet einen schwachen Hoffnungsschimmer an. Direktor Adolf Jannasch erwarb das Bild 1961 über die Kunsthändlerin Anna Maria Bänninger für die West-Berliner „Galerie des 20. Jahrhunderts“, über die es später in die Nationalgalerie gelangte. Die Zeitschrift „Weltkunst“ berichtete enthusiastisch über das neu angekaufte Werk: „Hofer malte es in einer Zeit in der sein persönliches Weltkriegserlebnis – die jahrelange Internierung in Frankreich, aus der er endlich durch die Intervention seiner Schweizer Freunde befreit wurde – noch stark war. Das […] Bild, das aus einer Hofer-Epoche stammt, aus der nur noch ganz wenige vergleichbare Schöpfungen bekannt sind, konnte jetzt nach jahrelangen intensiven Bemühungen […] aus einer Privatsammlung in Frankfurt am Main erworben werden“ (Berliner Kunstbericht. Karl Hofer, Die Schlafenden, in: Weltkunst, 31. Jg. [1961], H. 23, S. 14). | Irina Hiebert Grun
Last updated: 08.05.2026
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Neue Nationalgalerie
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