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Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz

Ident. Nr.: A III 514

ObjID: obj:966533

Details (expert)

Creator/Entity
Ernst Ferdinand Oehme (1797 - 1855),
Maler*in
Date(s)
1827
Systematics/Type
Material / Technique
Öl auf Leinwand
Dimensions
Höhe x Breite: 59,5 x 83 cm
Acquisition
1953 überwiesen. Herkunft unbekannt

Object Description

Friedrich August von Sachsen hatte eine Villa in Wachwitz am Elbhang südöstlich von Dresden erworben, die er mit einer »Galerie vaterländischer Ansichten« (zit. nach: Ernst Ferdinand Oehme, Ausst.-Kat., Dresden 1997, S. 17) ausschmücken wollte – eine Idee, die durch die patriotische Bewegung zu Beginn des 19. Jahrhunderts inspiriert worden war. Einer der Künstler, der auf Wunsch des Prinzen zur Ausstattung dieser Galerie beitrug, war Ernst Ferdinand Oehme, der dafür die beiden Ansichten »Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz« und »Burg Scharfenberg bei Nacht« schuf. Für die letztgenannte Darstellung griff er auf eine 1824 in Rom entstandene Zeichnung eines Renaissanceschlosses bei Mondschein zurück. Seine Phantasie habe Oehme dabei in die Heimat getragen, berichtete Ludwig Richter (vgl. Ludwig Richter, Lebenserinnerungen eines deutschen Malers, Frankfurt am Main 1890, S. 179). Die um 1200 nahe der Elbe gegründete Burg Scharfenberg, seit dem späten Mittelalter im Besitz des sächsischen Rittergeschlechts von Miltitz, war nach Blitzschlag und Brand seit 1783 unbewohnt. Als sich 1812 der kunstinteressierte Carl Borromäus von Miltitz die Ruine ausbaute, als Wohnsitz nahm und Freunde wie August Apel, Moritz Retzsch und Friedrich de la Motte Fouqué einlud, wurde die Burg für einige Jahre zu einem Treffpunkt der sächsischen Romantiker. Oehme stellte das auf hohem Felsen sich erhebende Schloss im Mondlicht dar. Festlich sind die Fenster erleuchtet, ein Ritter galoppiert durch die stürmische Nacht. Unten auf der Elbe schimmern Reflexe des nächtlichen Gestirns.
In dem formatgleichen, im selben Jahr gemalten Bild »Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz« hat Oehme mit Präzision die Gebäude der Burganlage vor einem goldgelb leuchtenden Abendhimmel wiedergegeben. Tiefdunkle Schatten liegen bereits über der Schlucht unterhalb der Burg, die wie entrückt am Horizont aufragt. Den Vordergrund beherrscht die unberührte Wildheit der felsigen Natur.| Birgit Verwiebe

Last updated: 28.08.2026

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Institution:

Alte Nationalgalerie

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