Badende Verso: Am Tisch sitzende Frau
Ident. Nr.: B 844
ObjID: obj:967247
n/a
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Institution:
Neue Nationalgalerie
Email:
nng@smb.spk-berlin.deCredit: Staatliche Museen zu Berlin, Neue Nationalgalerie / Roman März // Georg Muche (1895 - 1987), Badende
Verso: Am Tisch sitzende Frau, 1930-1932 © Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin
Details (expert)
- Involved
- Dating
- 1930-1932
- Additional titles
- Collection title: Badende Verso: Am Tisch sitzende FrauTranslation: Bathers Verso: Woman Seated at a Table
- Provenance
- Heinrich Evert, Berlin,
wohl 1934 - 1955Nachlass/Vermächtnis: Gertrud Evert, Berlin,
1955–1966Schenkung: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1966–1968 - Material / Technique
- Öl auf Leinwand
- Dimensions
- Höhe x Breite: 45 x 38 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967247
Object Description
Wie disziplinierte Kinder haben sich die kleineren, nackten Figuren in Muches Gemälde „Badende“ um einen großen Frauenakt versammelt. Die anonymen hellen Gestalten bewegen sich im Wasser entlang des Ufers, umgeben, fast eingehegt von Bäumen, und verschwinden in der Ferne, bis sie nur noch schemenhaft zu erkennen sind, vor den angedeuteten Umrissen einer Kirche. Interpretationen von Mensch und Natur wandte sich Muche in seiner Malerei verstärkt seit den 1920er-Jahren zu. Von 1927 bis 1931 war er Lehrer an der Kunstschule von Johannes Itten in Berlin, an der beide zusammen (wie zuvor am Bauhaus in Weimar) einen Grundkurs unterrichteten. Im Gegensatz zu seinem Kollegen befolgte und verlangte Muche kein spezifisches pädagogisches Konzept. Trotzdem bildeten beide ein pädagogisches Team. Muches Absicht, alle Kunstschüler individuell zu fördern statt nach einem festgelegten Schema zu lehren, reflektiert in gewisser Weise seinen Alleingang in der Malerei. Nachdem er zunächst eng mit dem Kreis um die Berliner Galerie Der Sturm und durch die Hinwendung zur Abstraktion mit der Avantgarde seiner Zeit verbunden gewesen war, bedeutete seine Rückkehr zur Gegenständlichkeit eine Veränderung, die er zwar im Dialog mit Itten entwickelte, die jedoch fast als Loslösung von den damaligen Strömungen der Kunstwelt gedeutet werden kann. Sein Ruf als Maler und Lehrer scheint nicht darunter gelitten zu haben: 1931 wurde er als Professor an die Akademie in Breslau berufen. | Emily Joyce Evans
Last updated: 19.12.2025
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