Weide mit Kühen und Pony
Ident. Nr.: A II 272
ObjID: obj:967815
n/a
Contact
Institution:
Neue Nationalgalerie
Email:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (expert)
- Creator/Entity
- Date(s)
- Herstellung: vor 1918
- Systematics/Type
- Additional titles
- Collection title: Weide mit Kühen und PonyTranslation: Pasture with Cows and a Pony
- Material / Technique
- Öl auf Leinwand
- Dimensions
- Höhe x Breite: 64 x 76,5 cm
- Acquisition
- 1918 Ankauf aus der Großen Berliner Kunstausstellung, Düsseldorf 1918
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967815
Object Description
Von 1902 bis 1908 lebte der aus Würzburg stammende Oppenheimer nach Aufenthalten in München, Italien, den USA und England in London, anschließend in Berlin. Er reiste viel, auch um diversen Porträtaufträgen aus dem Großbürgertum nachzukommen. Daneben entstanden betont atmosphärische Ansichten der städtischen Freizeitwelt. Die Bilder von koloristischem Reichtum zeigen Regatten, Kaffeegärten und das Vergnügen am Strand. Von 1914 bis 1918 leistete Oppenheimer den Kriegsdienst beim kartografischen Dienst des Heeres ab, zunächst in Berlin und dann auf der Ostseeinsel Rügen. Während dieser ihn gleichsam ruhigstellenden Tätigkeit auf dem Land entstanden deutlich andere Werke als zuvor, so hier die Ansicht einer weiten, reizarmen Wiesenlandschaft, gegliedert durch einige Baumreihen und belebt durch weidende Tiere; sie wurde von der Nationalgalerie noch 1918 erworben. In der „Kunstausstellung Berlin 1919“ zeigte Oppenheimer das beschauliche Bild „Erinnerung an Rügen 1917“ (Nr. 852 im zugehörigen Katalog). Dabei war er sich der grausamen Gegenwart bewusst. Für die ab 1914 erscheinenden Mappen „Krieg und Kunst“ mit Originallithografien von Künstlern der Berliner Secession schuf er 1915 ein Blatt unter dem Titel „Pax vobiscum“ (Friede sei mit euch): eine verwüstete Landschaft mit Toten und Kämpfenden und jüdischen Propheten im Hintergrund. Nach dem Krieg nahm Oppenheimer seinen gewohnten Lebensstil in Berlin wieder auf, bevor er sich 1933 endgültig in London niederließ; 1949 folgte er seinen Kindern nach Kanada. | Angelika Wesenberg
Last updated: 28.08.2026
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