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Porträtstudie zum Reiterbildnis König Charles I. von England

Ident. Nr.: KdZ 4069

ObjID: obj:968970

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Anton van Dyck (1599 - 1641),
Zeichner*in
Karl I. (1600 - 1649),
Dargestellt
Date(s)
Herstellung: um 1632/33
Systematics/Type
Additional titles
Collection title: Porträtstudie zum Reiterbildnis König Charles I. von England
König Karl I. in voller Rüstung zu Pferde
Entwurf zum Reiterbild des Francisco de Moncada
Provenance
Jonathan Richardson (d. Ä.) (1665-1745),
402898
Thomas Hudson (1701-1779),
404055
Sir Joshua Reynolds (1723-1792),
406689
Jeffrey Whitehead (1831-1915),
bis 19.6.1897
277. Auktion Hugo Helbing (Jeffrey Whitehead, Verkauf als anonym),
19.6.1897
Kauf: Amsler & Ruthardt,
19.6.-27.9.1897
Material / Technique
Feder in Braun
Dimensions
Blattmaß: 22,2 x 16,6 cm (die Ecken schräg beschnitten)
Auflagekarton: 27,8 x 22,8 cm (historische Montierung)
Acquisition
1897 von Amsler & Ruthardt, Berlin, angekauft, zuvor am 19.6.1897 auf der Auktion J. W. (Jeffrey Whitehead) bei Hugo Helbing, München, versteigert (Los 262)

Object Description

Die Identifikation des Dargestellten auf dieser Porträtstudie fiel bereits früheren Sammlern schwer. Mehrere Aufschriften verso versuchen eine Deutung des Reiterbildnisses. In der Mitte vermerkte ein englischer Sammler: "Charles Ist on the white horse", hier wurde ein "not" in Bleistift vor dem Namen hinzugefügt. Oben steht "Moncada [...]", man vermutete also nicht (nur) den englischen König Karl I., sondern Francisco de Moncada, kurzzeitig Statthalter der spanischen Niederlande, in dem Dargestellten. Van Dyck hatte mehrere Versionen seines Porträts zu Pferd ebenfalls Anfang der 1630er-Jahre geschaffen (1630-1632, Museu de Belles Arts, Valencia und 1634, Musée du Louvre, Paris). Eine weitere Aufschrift auf der Rückseite der Zeichnung deutet die Figur erneut als englischen König: "A sketch by A: Vandyck for the great picture at Windsor".
Van Dyck schuf eine ganze Reihe von Reiterbildnissen, wobei das Pferd meist in derselben Position wiedergegeben wird und nur der Reiter wechselt. Im Falle der Zeichnung ist die Deutung als König Karl I. am wahrscheinlichsten, reitet doch der Porträtierte auf dem fertigen Gemälde (1633, Royal Collection, Buckingham Palace) durch einen halbrund abschließenden klassizistischen Triumphbogen. Die beiden senkrechten Linien, die die Skizze rahmen, markieren die beiden Säulen im Gemälde. Der König wird von seinem Rittmeister Pierre Antoine Bourdon, Seigneur de St Antoine, begleitet. 
Beeinflusst wurde das Bildnis wohl durch ein früheres Gemälde von van Dyck selbst. 1627 hatte er den Genueser Senator und Dichter Anton Giulio Brignole-Sale, Marquis of Groppol, zu Pferd gemalt (Musei di Strada Nuovo, Genua). Zudem ist denkbar, dass das Reiterbildnis des Herzogs von Lerma von Peter Paul Rubens als Inspirationsquelle gedient hat (1603, Museo del Prado, Madrid). 

Last updated: 22.09.2026

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Kupferstichkabinett