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Buddha Amitabha auf dem Lotosthron

Ident. Nr.: 1960-4

ObjID: obj:975316

Details (expert)

Dating
Tang-Dynastie
746
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 94 x 49,5 x 48,5 cm
Gewicht: 654,4 kg (errechnet)

Object Description

Auf einem Lotosthron über einem rechteckigen Sockel sitzt Buddha Amitâbha im Lotossitz. Seine Linke ruht auf dem linken Knie, die verlorene Rechte war höchstwahrscheinlich in der Geste der Furchtlosigkeit (skr. abhaya-mudrâ) erhoben. Nur fragmentarisch erhalten sind Nimbus und geflammte Mandorla, die den Kopf und Körper hinterfangen. Die Vorder- und Seitenwände des Sockels tragen eine lange Stifterinschrift, wobei weitere Namen von Stiftern auch auf die Rückseite übergreifen. Sie nennt einen Sippenältesten namens Du Fuyin aus dem Dorfe Baozhong und seine Familie, die diese Figur eines steinernen Mituo (skr. Amitâbha) unter großen Opfern habe fertigen lassen. Die Inschrift enthält auch das Datum der Fertigstellung, den 8. Tag des 4. Monats des 5. Jahres der Ära Tianbao (746). Der Buddha Amitâbha ("Buddha des unermesslichen Lichts") ist eine der großen Erlöserfiguren des buddhistischen Pantheons und als Herrscher des »Westlichen Paradieses« die zentrale Figur der »Schule des Reinen Landes« (chin. jingtu) des Mahâyâna-Buddhismus, die sich im 4.–5. Jahrhundert in China etablieren konnte und bald große Popularität gewann. [SM8HF]

Last updated: 17.02.2026

Contact

Institution:

Museum für Asiatische Kunst

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Das rechte Bein untergeschlagen und das linke locker auf einen Lotossockel stützend, sitzt der in jugendlicher Mönchsgestalt auftretende Jizō Bosatsu in lässiger Halblotossitzhaltung und erhabener Frontalansicht auf einem Lotosthron mit doppelt gestuftem Sockel. Die Attribute, das Mönchsgewand, das wunschgewährende Juwel und der für Wandermönche typische Rasselstab, weisen auf die jüngere Ikonographie des Jizō Bosatsu hin, die seit Beginn der Kamakura-Zeit (1185–1333) in Japan beliebt war. Mit dem Aufkommen des Buddhismus des Reinen Landes in Japan im 12. Jahrhundert stieg auch die Popularität des Jizō Bosatsu als eine der wichtigsten buddhistischen Gottheiten. Er galt als der einzige Bosatsu, der nach dem Eingang des historischen Shaka Butsu ins Nirvana und bis zur Erscheinung des zukünftigen Miroku Butsu in der physischen Welt geblieben ist, um den Seelen bei ihrem Durchgang der sechs Existenebenen als Helfer beizustehen. Besonders im japanischen Volksglauben genießt Jizō Bosatsu bis heute große Beliebtheit als Schutzgottheit der KInder, der Schwachen und Hilflosen sowie der Reisenden. Der Blütendekor des doppelgestuften Sockels sowie die Behandlung der Gewandmuster mit feiner Goldmalerei auf grünem und rotem Pigmentgrund haben ihre Vorbilder in der chinesischen Song-zeitlichen buddhistischen Malerei. Der subtile Gesichtsausdruck und die delikate Malerei mit Goldfabe sind charakteristisch für die sakrale Bildkunst der späten Kamakura-Zeit. [SM8HF]